Manfred Weber unterstützt die Reformen von Ministerpräsident Magyar und erklärt, die ungarischen Wähler hätten ihm ein klares Mandat für den Wandel erteilt

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Manfred Weber hat dem ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar seine Unterstützung zugesagt und erklärt, dieser habe von den Wählern ein klares demokratisches Mandat zur Umgestaltung des Landes erhalten.

Bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Straßburg wurde der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei gefragt, ob er die von der Regierung geplanten Verfassungsänderungen für demokratisch halte. Zu den vorgeschlagenen Reformen gehören die sofortige Absetzung von Präsident Tamás Sulyok und des Präsidenten des Verfassungsgerichts sowie die Einführung einer achtjährigen Amtszeitbegrenzung für den Ministerpräsidenten und einer zwölfjährigen Obergrenze für parlamentarische Mandate.

„Péter Magyar hat ein klares Mandat vom ungarischen Volk erhalten“

Auf Fragen zu dem umstrittenen Verfassungspaket antwortete Weber, Magyar habe eine demokratische Wahl gewonnen und führe nun das ihm erteilte Mandat aus.

„Péter Magyar hat in einer demokratischen Wahl ein klares Mandat vom ungarischen Volk erhalten, das Land zu verändern, und genau das tut er auch“, sagte Weber.

Der EVP-Vorsitzende fügte hinzu, dass er den ungarischen Ministerpräsidenten, den er als starken und unabhängigen Führer eines wichtigen europäischen Landes bezeichnete, voll und ganz unterstütze.

„Ungarn ist ein stolzes und bedeutendes Land Europas, und daher unterstütze ich seine Bemühungen, all das umzusetzen, was er den ungarischen Bürgern versprochen hat, voll und ganz“, sagte Weber.

Manfred Weber and Péter Magyar Orbán
Manfred Weber und Péter Magyar im Jahr 2024. Foto: Facebook/Manfred Weber

Verfassungsreform löst in Ungarn heftige Debatte aus

Weber äußerte sich zu einem Zeitpunkt, zu dem das ungarische Parlament über den vorgeschlagenen 17. Änderungsantrag zum Grundgesetz berät, eines der weitreichendsten Verfassungsreformpakete der letzten Jahre.

Die Regierung argumentiert, die Reformen seien notwendig, um die demokratischen Institutionen wiederaufzubauen und die Rechenschaftspflicht nach der Amtszeit der Vorgängerregierung wiederherzustellen. Kritiker warnen jedoch davor, dass die Änderungen die institutionelle Unabhängigkeit schwächen und zu viel Macht in den Händen der neuen Regierung konzentrieren könnten.

Das Paket würde zudem erhebliche Änderungen mit sich bringen, die das Verfassungsgericht, die Justiz, die öffentlichen Finanzen und staatliche Institutionen betreffen, und gleichzeitig den Weg für die Ausarbeitung einer neuen Verfassung ebnen.

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