Mann greift zwei ungarische Polizeibeamte und einen Diensthund an, Beamte setzen Tränengas ein, um ihn zu stoppen – Video

Ein Mann in seinen Zwanzigern wurde in Ungarn festgenommen, nachdem er bei einem Vorfall in seiner Wohnung im Komitat Komárom-Esztergom angeblich zwei Polizeibeamte und einen Diensthund angegriffen hatte.
Berichten zufolge verhielt sich der Mann aggressiv und richtete in seiner Wohnung Sachschäden an, als die Polizei zum Tatort gerufen wurde. Er wurde daraufhin wegen des Verdachts auf Gewalt gegen einen Amtsträger und versuchten schweren Körperverletzungsdelikts festgenommen. Ein Gericht ordnete am Freitag auf Antrag der Regionalstaatsanwaltschaft Győr seine Untersuchungshaft an, wie die Ungarische Nachrichtenagentur berichtete.
Mann griff Polizeibeamte und Polizeihund an
Vier Polizeibeamte trafen am Wohnort des Mannes ein und teilten ihm mit, dass er zur medizinischen Untersuchung mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werde. Der Mann weigerte sich jedoch angeblich, zu kooperieren, und verhielt sich stattdessen aggressiv gegenüber den Beamten und dem am Einsatzort eingesetzten Polizeihund.
Obwohl er aufgefordert wurde, damit aufzuhören, soll er zwei Beamte mehrfach geschlagen, einen von ihnen zweimal getreten und auch den Polizeihund angegriffen haben. Der Polizei gelang es schließlich, ihn mit Tränengas zu bändigen, bevor sie ihm Handschellen anlegte. Berichten zufolge leistete er auch nach seiner Festnahme weiterhin Widerstand.
Zwei Beamte wurden verletzt
Bei der Auseinandersetzung wurden zwei Polizeibeamte verletzt. Einer erlitt eine Kopfverletzung und Prellungen an der Hüfte, während der andere eine Schädelprellung davontrug. Eine Spezialeinheit der Polizeidirektion des Komitats Győr-Moson-Sopron sowie der ungarische Nationale Schutzdienst unterstützten die Festnahme auf Ersuchen der Ermittlungsstaatsanwaltschaft.
Der Verdächtige wurde in Gewahrsam genommen und als Verdächtiger vernommen, gab jedoch keine Aussage ab. Er legte keine Beschwerde gegen die gegen ihn erhobenen Vorwürfe ein.
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Verdächtiger war zuvor wegen Drogendelikten vorbestraft
Der Fall wird besonders ernst genommen, da der Mann bereits mehrfach wegen Drogendelikten verurteilt worden war. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll er die Polizei angegriffen haben, während er sich noch in der Bewährungszeit einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe befand.
Die ihm zur Last gelegten Straftaten können – unter Berücksichtigung der geltenden Regeln zur kumulativen Strafzumessung – zu einer Freiheitsstrafe zwischen einem und siebeneinhalb Jahren führen. Der Ermittlungsstaatsanwalt beantragte daher seine Untersuchungshaft und begründete dies damit, dass die Umstände diese Maßnahme rechtfertigten. Das Gericht gab dem Antrag am Freitag statt.
Die Ermittlungen wegen Gewalt gegen einen Amtsträger und versuchter schwerer Körperverletzung dauern an.
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