Migration pact protest marches through Budapest as demonstrators boo PM Magyar, who responses with heart gesture

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Am Freitagnachmittag fand in Budapest eine Demonstration gegen den Migrationspakt der Europäischen Union statt. Die Demonstranten zogen vom Kodály körönd zum Kossuth-Platz in der Nähe des Parlaments. An der Veranstaltung nahmen Anhänger der Fidesz und der Bewegung Unsere Heimat (Mi Hazánk) teil. Ministerpräsident Péter Magyar stand im Mittelpunkt des Protests, nachdem er auf einem Balkon mit Blick auf die Route erschienen war.
Demonstranten marschieren durch das Zentrum von Budapest
Die Demonstration, die unter dem Motto “Friedlicher Marsch gegen den Migrationspakt” stand, begann um 17 Uhr am Kodály körönd. Die Teilnehmer zogen in Richtung Parlament und skandierten dabei Slogans wie “Viktor! Viktor!” und “Verräter!”.
Unter den Teilnehmern befand sich auch der Vorsitzende der Heimatbewegung László Toroczkai, der seine Teilnahme bereits angekündigt hatte. Der Fidesz-Politiker Balázs Németh nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil und teilte mehrere Videos von der Szene in den sozialen Medien.
Nach Angaben der Organisatoren und Unterstützer sollte der Protest den Widerstand gegen den EU-Migrationspakt zum Ausdruck bringen, der ab dem 12. Juni 2026 in der gesamten Europäischen Union umgesetzt werden soll.
Péter Magyar erscheint auf dem Balkon
Als die Demonstranten das Büro des Ministerpräsidenten passierten, erschien Péter Magyar auf einem Balkon und applaudierte der Menge. Videos, die im Internet geteilt wurden, zeigen den Premierminister lächelnd, mit einer ungarischen Flagge schwenkend und mit einer herzlichen Geste in Richtung der Demonstranten.
Die Reaktion der Menge war gemischt. Einige Demonstranten buhten und skandierten Anti-Tisza-Parolen, andere marschierten unbeeindruckt weiter. Nach Aufnahmen, die sowohl von Regierungskritikern als auch von Befürwortern veröffentlicht wurden, kam es zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen den Demonstranten und dem Premierminister, obwohl keine ernsthaften Zwischenfälle gemeldet wurden.
Nach der Veranstaltung schrieb Magyar in den sozialen Medien, dass er eine Demonstration von etwa 1.000 Personen begrüßt habe, die gemeinsam von Fidesz und Mi Hazánk organisiert worden sei.
Später veröffentlichte er ein Video, das Demonstranten zeigt, die beleidigende Gesten machen und Beschimpfungen ausstoßen, während er mit Herzzeichen antwortet:
Debatte darüber, was der Migrationspakt tatsächlich bedeutet
Toroczkai und mehrere Organisatoren der Proteste argumentierten, dass die neuen Regeln die EU-Mitgliedstaaten zwingen werden, entweder Migranten aufzunehmen oder finanzielle Beiträge zu zahlen, wenn sie sich weigern.
Mitglieder der regierenden Tisza-Regierung haben diese Interpretation jedoch zurückgewiesen. Laut Telex erklärte Innenminister Gábor Pósfai, dass die Regierung sowohl gegen Migrationsquoten als auch gegen illegale Einwanderung sei, und fügte hinzu, dass Ungarn seinen Grenzzaun beibehalten und renovieren werde.
Anfang dieser Woche hatte Ministerpräsident Péter Magyar im Parlament argumentiert, der Pakt enthalte mehrere strengere Migrationsmaßnahmen als die bisherige EU-Politik, darunter schnellere Verfahren und stärkere Grenzkontrollen. Er sagte auch, dass die Mitgliedsstaaten alternative Formen der Solidarität wählen können, wie z.B. die Bereitstellung technischer oder operativer Hilfe für Länder, die unter Migrationsdruck stehen, anstatt umgesiedelte Migranten aufzunehmen.
Laut Telex wäre die mögliche Verpflichtung Ungarns im Rahmen des Solidaritätsmechanismus begrenzt und könnte durch Hilfe für Frontstaaten wie Griechenland oder Malta ersetzt werden.
Unbestätigte Gerüchte über Migranten haben die Mobilisierung angeheizt
Die Proteste kamen kurz nachdem in den sozialen Medien Berichte kursierten, wonach Dutzende von Migranten aus dem Nahen Osten heimlich unter polnischer Militäreskorte auf dem Luftwaffenstützpunkt Kecskemét eingetroffen seien.
Die Behauptung stammte aus einem anonymen Artikel, der von der Pro-Fidesz-Zeitung Pesti Srácok veröffentlicht wurde. Die Nachrichtenagentur Lakmusz berichtete jedoch, dass sie keine Beweise für diese Behauptungen gefunden hat. Auch das Verteidigungsministerium und die ungarische Einwanderungsbehörde haben die Behauptungen dementiert, während die verfügbaren Flugdaten keinen Hinweis auf solche Ankünfte geben.
Trotz des Mangels an Beweisen verbreitete sich die Geschichte schnell im Internet und wurde von mehreren Nutzern zitiert, die zur Teilnahme an der Demonstration am Freitag aufriefen.
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