New poll shows surging support for Tisza as Fidesz declains sharply post-election

Eine neue landesweite Umfrage von Europion deutet darauf hin, dass sich die politische Landschaft Ungarns nach den jüngsten Parlamentswahlen weiterhin schnell verändert. Die Unterstützung für Péter Magyar und die regierende Theiß-Partei nimmt weiter zu, während die Unterstützung für Viktor Orbáns Fidesz stark zurückgeht.
Die Umfrage, die am 8. und 9. Mai durchgeführt wurde und zeitlich mit der Eröffnungssitzung des neuen Parlaments zusammenfiel, ergab, dass es in der ungarischen Politik einen starken “Gewinner-Effekt” gibt.
Theiß erreicht in der letzten Umfrage die Mehrheit
Der Umfrage zufolge würden bei einer Wiederholung der Wahl an diesem Sonntag 52% der Ungarn für Theiß stimmen, was einem Anstieg von 8 Prozentpunkten im Vergleich zum Wahlergebnis der Partei entspricht. Im Gegensatz dazu ist die Unterstützung für den Fidesz Berichten zufolge um 5 Prozentpunkte gesunken.
Die Unterstützung für unsere Heimatbewegung (Mi Hazánk) ist ebenfalls leicht gestiegen. 7% der Gesamtbevölkerung gaben an, dass sie für die Partei von László Toroczkai stimmen würden.
Bei den entschlossenen Wählern wird der Vorsprung von Tisza noch deutlicher:
- Theiß: 61%
- Fidesz: 27%
- Mi Hazánk: 8%
- Andere Parteien: 4%
Bei den engagierten Wählern liegen die Zahlen bei:
- Theiß: 64%
- Fidesz: 27%
- Mi Hazánk: 7%
- Andere Parteien: 3%
Fidesz verliert in den meisten demografischen Gruppen an Boden
Die Umfrage ergab, dass die Fidesz in keiner der großen demografischen Kategorien mehr führt. Am engsten war das Rennen bei den Wählern über 60 Jahren und bei den Menschen ohne Schulabschluss, wo der Vorsprung der Theiß immer noch 12 Prozentpunkte betrug.
Mit Hilfe der mehrstufigen Regressions- und Poststratifizierungsmethode (MrP) von Europion untersuchten die Forscher auch engere demografische Kombinationen.
Die Umfrage ergab, dass der Fidesz bei älteren, weniger gebildeten Wählern, die in kleineren Siedlungen leben, weiterhin stark abschneidet. Unter jungen Akademikern, die in Budapest und größeren Städten auf Komitatsebene leben, genießt Theiß jedoch eine überwältigende Unterstützung.
In diesen städtischen, hochgebildeten Gruppen, so schätzten die Forscher, würde von zehn zufällig ausgewählten Bürgern wahrscheinlich nur einer die Fidesz unterstützen, während acht die Theiß unterstützen würden.

Péter Magyar führt die Beliebtheitsskala an
Die Umfrage untersuchte auch die öffentliche Wahrnehmung führender Politiker und aufstrebender politischer Persönlichkeiten.
Die Befragten bewerteten die Politiker auf einer fünfstufigen Skala danach, wie bereit sie wären, sie in wichtigen öffentlichen Funktionen zu sehen. Péter Magyar erwies sich als klarer Spitzenreiter unter Ungarns neuer politischer Generation: 40% sagten, sie würden ihn “sehr gerne” in einer prominenten Rolle sehen, während weitere 19% insgesamt positiv antworteten.
Andere prominente Theiß-Politiker, darunter István Kapitány, Anita Orbán und Márk Radnai, erreichten Zustimmungswerte von rund 45%, obwohl die Forscher anmerkten, dass ein geringerer Bekanntheitsgrad diese Zahlen beeinflussen könnte.
Zsolt Hegedűs folgte mit einer Beliebtheit von 37%.
Führende Fidesz-Politiker schnitten in der Umfrage deutlich schlechter ab:
- Viktor Orbán: 31%
- Péter Szijjártó: 29%
- Gergely Gulyás: 27%
- János Lázár: 24%
Toroczkai gehörte mit 28% Zustimmung ebenfalls zu den unbeliebtesten großen Politikern.
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Streit um Justizminister: Ungarn uneins über Nominierung
Die Umfrage untersuchte auch die öffentlichen Reaktionen auf die Kontroverse um den ehemaligen Justizministerkandidaten Márton Melléthei-Barna.
Melléthei-Barna hatte seine Kandidatur am Donnerstag zurückgezogen, nachdem Bedenken wegen familiärer Beziehungen zum designierten Premierminister Péter Magyar aufgekommen waren. Das Thema hat in den letzten Tagen eine heftige politische Debatte ausgelöst.
Die öffentliche Meinung war sehr gespalten:
- 28% sagten, seine Nominierung sei von Anfang an ein großer Fehler gewesen
- 35% hielten die Nominierung für einen Fehler, meinten aber, Theiß habe ihn durch seinen Rücktritt angemessen korrigiert
- 25% hielten den Rücktritt für eine Überreaktion und waren der Meinung, dass Melléthei-Barna immer noch als kompetenter Justizminister hätte dienen können
Selbst unter den Anhängern von Tisza war die Meinung geteilt. Während 46% meinten, der Rücktritt habe einen Fehler angemessen korrigiert, hielten 42% den Rücktritt für eine Überreaktion.
Wie geht es weiter? Péter Magyar wird Premierminister: “Ich werde dienen, nicht regieren”, entschuldigt er sich in einer historischen Rede bei Opfern und Kritikern

