Polizeiflugzeuge entdecken in Ungarn einen gesuchten Mann, der sich im Wald versteckt, sowie einen suizidgefährdeten Vermissten in einem Maisfeld

Ein Polizeihubschrauber und eine Wärmebilddrohne halfen den Beamten letzte Woche bei zwei getrennten Vorfällen im Nordosten Ungarns, zwei Männer aufzuspüren: zum einen einen gesuchten Mann, der versuchte, sich vor der Polizei zu verstecken, zum anderen einen vermissten 28-Jährigen, der Berichten zufolge mit Selbstmord gedroht hatte.

Hubschrauber spürt gesuchten Mann auf

Die beiden Vorfälle ereigneten sich am 25. August im Rahmen eines Polizeieinsatzes der Schnellreaktionspolizei im Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg.

Im ersten Fall suchten Polizeibeamte in Tiszavasvári mit Unterstützung eines Hubschraubers des Luftpolizeidienstes der Schnellreaktionspolizei nach gesuchten Personen. Die Hubschrauberbesatzung entdeckte etwas Verdächtiges, als sich die Beamten einem Haus näherten. Ein Mann wurde dabei beobachtet, wie er sich in Richtung eines Waldstücks hinter dem Grundstück bewegte und offenbar versuchte zu fliehen.

Der Hubschrauberpilot richtete die Kamera sofort auf den Mann und übermittelte den Beamten am Boden kontinuierlich dessen Position. Der 55-jährige Verdächtige versuchte, sich unter den Bäumen zu verstecken, doch dank der Luftüberwachung konnten die Beamten ihn innerhalb weniger Minuten ausfindig machen.

Die Polizei stellte anschließend fest, dass die Polizeidienststelle Tiszavasvári zwei Haftbefehle gegen den Mann erlassen hatte. Einer davon wurde im März ausgestellt, nachdem er eine Geldstrafe in Höhe von 65.000 HUF (178 EUR) nicht bezahlt hatte, während der andere auf eine im August verhängte, ebenfalls nicht beglichene Geldstrafe in Höhe von 52.000 HUF (142 EUR) folgte.

Beide Geldstrafen waren in Freiheitsstrafen von zehn bzw. acht Tagen umgewandelt worden. Der Mann teilte den Beamten mit, dass er die Geldstrafen nach wie vor nicht bezahlen könne, woraufhin er zur Polizeidienststelle Tiszavasvári gebracht wurde.

Wärmebilddrohne findet vermissten Mann in Maisfeld

Später am selben Tag ging bei der Einheit der Einsatzpolizei in Nyírbátor eine Meldung über einen anderen Mann ein, der sein Zuhause verlassen hatte, nachdem er angeblich gedroht hatte, sich das Leben zu nehmen.

Der Vater des Mannes aus Besenyőd teilte der Polizei mit, dass sein 28-jähriger Sohn, der sich in ärztlicher Behandlung befand, in ein Maisfeld hinter ihrem Haus gelaufen sei. Er gab an, ihn nicht mehr finden zu können, und sei besorgt, da sein Sohn mit Selbstmord gedroht habe.

Die Beamten setzten eine mit einer Wärmebildkamera ausgestattete Drohne ein, um das Gebiet zu durchsuchen.

Mithilfe dieser Technologie konnte der Aufenthaltsort des Mannes schnell ermittelt werden, sodass die Streifenbeamten ihn ohne Schwierigkeiten erreichen konnten. Angesichts seines verwirrten Zustands riefen die Beamten einen Krankenwagen, um ihm medizinische Hilfe zukommen zu lassen.

Die beiden Fälle verdeutlichen die wichtige Rolle der Luftüberwachungstechnologie bei polizeilichen Einsätzen – von der Verfolgung von Verdächtigen, die versuchen, sich der Festnahme zu entziehen, bis hin zur Ortung schutzbedürftiger Personen, die vom Boden aus möglicherweise schwer zu finden sind.

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