Revolut-Kunden könnten auch nach Begleichung ihrer Schulden eine böse Überraschung erleben

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Revolut-Kunden in Ungarn könnten nach der Begleichung einer Schuld mit einem unerwarteten Problem konfrontiert werden: Eine Kontosperre bleibt möglicherweise auch dann noch bestehen, wenn der Gerichtsvollzieher die Bank offiziell aufgefordert hat, diese aufzuheben.
Auf das Problem machte ein Revolut-Kunde in der Facebook-Gruppe „Revolut Közösség“ aufmerksam, dessen Konto an die ungarische Niederlassung der Revolut Bank UAB übertragen worden war, bevor ein Vollstreckungsbescheid – in Ungarn als „inkasszó“ bezeichnet – gegen das Konto ergangen war.
Nach Angaben des Kunden war die Vollstreckung zunächst rechtmäßig, doch er nahm anschließend Kontakt zum Gerichtsvollzieher auf und beglich die ausstehende Schuld. Der Gerichtsvollzieher forderte Revolut daraufhin am 3. August offiziell auf, die Kontosperre aufzuheben. Der Kunde gab jedoch an, dass die Sperre 11 Tage später, am 14. August, immer noch bestand.
Der Kunde wandte sich zudem an den Kundendienst von Revolut, erhielt jedoch Berichten zufolge lediglich die Auskunft, dass die Bank an der Lösung des Problems arbeite.

Warum könnte dies zu Problemen führen?
Die Verzögerung könnte schwerwiegende finanzielle Folgen für Kunden haben, die ihre Schulden bereits beglichen haben. Laut dem von RevB veröffentlichten Bericht kann der Vollstreckungsbescheid 35 Tage lang gültig bleiben. Während dieses Zeitraums kann das System der Bank den im Vollstreckungsbescheid genannten Betrag automatisch vom Konto abbuchen.
Das bedeutet, dass ein Kunde, der die zugrunde liegende Schuld bereits beglichen hat, dennoch dem Risiko ausgesetzt sein könnte, dass Geld von seinem Revolut-Konto abgebucht wird, solange der Vollstreckungsbescheid aktiv ist.
Die ungarischen Revolut-Konten sind in eine neue Phase eingetreten
Das Problem ist im Zuge der schrittweisen Umstellung der ungarischen Kunden auf die ungarische Niederlassung von Revolut aufgetreten. Revolut begann im Mai mit der Übertragung der Kunden auf die ungarische Niederlassung der Revolut Bank UAB, wodurch die ungarischen Konten stärker in das inländische Bank- und Vollstreckungssystem eingebunden wurden.
Seit Beginn der Umstellung berichten ungarische Kunden mit ausstehenden Schulden zunehmend, dass sie Vollstreckungsbescheide gegen ihre Revolut-Konten erhalten haben. Diese Änderung ist von großer Bedeutung, da ungarische Gerichtsvollzieher nun zu Vollstreckungszwecken auf Konten zugreifen können, die über die ungarische Niederlassung von Revolut geführt werden.
Für die Kunden bedeutet dies, dass ein Revolut-Konto nicht mehr zwangsläufig vom ungarischen innerstaatlichen Vollstreckungssystem getrennt ist.
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Revolut führt zudem einen neuen KI-Assistenten ein
Die Frage der Durchsetzung stellt sich zu einem Zeitpunkt, an dem Revolut seinen ungarischen Kunden eine neue KI-Funktion vorstellt. Wie Revb berichtet, hat das Unternehmen mit der Einführung von „AIR“ begonnen, einem KI-Assistenten, der es den Nutzern ermöglichen soll, ihre täglichen Finanzen über eine dialogorientierte Benutzeroberfläche zu verwalten, anstatt durch die herkömmlichen Menüs der App zu navigieren.
AIR kann Fragen zu Ausgaben beantworten, beispielsweise wie viel ein Kunde in einem bestimmten Monat für Lebensmittel ausgegeben hat. Außerdem kann der Assistent bei der Verwaltung von Abonnements helfen und eine verlorene Bankkarte vorübergehend sperren. Kunden, die die Anlagefunktionen von Revolut nutzen, können sich nach der aktuellen Wertentwicklung ihres Portfolios oder der Wertentwicklung einzelner Aktien erkundigen.
Der Assistent erstreckt sich zudem auf die Reiseplanung und bietet die Möglichkeit, Reiserouten zu erstellen, nach Unterkünften zu suchen und je nach Budget des Nutzers lokale Aktivitäten vorzuschlagen. Revolut betont, dass die Einführung die bestehenden Datenschutzeinstellungen nicht verändert. Nach Angaben des Unternehmens speichern die an der Funktion beteiligten KI-Partner von Drittanbietern keine Kundendaten und verwenden diese auch nicht zum Trainieren externer Modelle.
AIR wird schrittweise eingeführt und ist über den Startbildschirm der App durch Wischen nach unten oder über den Bereich „Chats“ im Menü „Profil“ zugänglich.

