Slowakischer Präsident: Magyars Rhetorik fördert keine gutnachbarlichen Beziehungen

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Der slowakische Präsident Peter Pellegrini hat den ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar wegen Äußerungen kritisiert, die dieser anlässlich der Feierlichkeiten zum ungarischen Tag der nationalen Einheit getätigt hatte, und erklärte, die Rhetorik trage nicht zu gutnachbarlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern bei.

In einer politischen Sendung des slowakischen Nachrichtensenders JOJ 24 am Sonntag ging Pellegrini auf verschiedene innenpolitische Themen sowie auf die aktuellen Entwicklungen in den slowakisch-ungarischen Beziehungen ein.

Pellegrini warnt vor spaltender Rhetorik

Der slowakische Präsident kritisierte eine jüngste Äußerung von Magyar, wonach „Ungarn vielleicht das einzige Land der Welt ist, das an sich selbst grenzt“ – eine Bemerkung, die dieser während einer Rede anlässlich des Jahrestags des Vertrags von Trianon von 1920 und des Tages der nationalen Einheit gemacht hatte.

Nach Angaben des slowakischen Präsidenten möchte er nicht, dass die slowakisch-ungarischen Beziehungen zu einem politischen Thema werden, das die bilateralen Beziehungen beeinträchtigen oder die slowakische Gesellschaft im Vorfeld der bevorstehenden Wahlen weiter polarisieren könnte.

„Ich halte dies nicht für eine Rhetorik, die zu gutnachbarlichen Beziehungen führt“, sagte Pellegrini laut der slowakischen Nachrichtenagentur TASR. Seine Kritik bezog sich auch auf Magyars frühere Äußerungen zu Felvidék, dem historischen ungarischen Namen für Teile der heutigen Slowakei.

Hoffnung auf ein konstruktives Treffen zwischen Fico und Magyar

Pellegrini äußerte die Hoffnung, dass der slowakische Ministerpräsident Robert Fico und Péter Magyar bei ihrem geplanten Treffen einen Weg finden werden, die Spannungen zu entschärfen.

Diese Äußerungen sind die jüngste Reaktion slowakischer Regierungsvertreter auf die umstrittene Äußerung von Magyar. Der slowakische Außenminister Juraj Blanár hatte die Bemerkung zuvor zurückgewiesen und argumentiert, sie sei im Kontext der bilateralen Beziehungen unangemessen.

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Foto: Facebook/Péter Magyar

Die Äußerung, die Kritik ausgelöst hat

Anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der nationalen Einheit reflektierte Magyar über die internationale Position Ungarns und betonte, wie wichtig es sei, starke Bündnisse zu pflegen und auf der globalen Bühne ein verlässlicher Partner zu sein.

Er argumentierte, dass Ungarn gute Beziehungen zu allen Nachbarländern benötige, und fügte hinzu, dass dies in den letzten Jahren nicht immer der Fall gewesen sei, auch nicht im Rahmen der regionalen Zusammenarbeit der Visegrád-Gruppe.

In diesem Zusammenhang äußerte er die Bemerkung, dass Ungarn „vielleicht das einzige Land der Welt ist, das an sich selbst grenzt“ – eine Anspielung, die weithin als Hinweis auf die ethnisch ungarischen Gemeinschaften interpretiert wurde, die nach der Unterzeichnung des Vertrags von Trianon jenseits der heutigen Grenzen Ungarns leben.

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