Sollte Budapest sein umstrittenes Denkmal aus dem Zweiten Weltkrieg entfernen? Öffentliche Konsultation beginnt

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Wie Bürgermeister Gergely Karácsony am Samstag auf Facebook mitteilte, wird eine öffentliche Konsultation über das Schicksal eines Denkmals auf dem Szabadság-Platz in der Budapester Innenstadt eingeleitet, das an die deutsche Besatzung Budapests während des Zweiten Weltkriegs erinnert.

Die Stadtverwaltung von Budapest und die Regierung werden gemeinsam über das Denkmal entscheiden, so Karácsony, der hinzufügte, das Denkmal sei „unendlich geschmacklos und unendlich irreführend“.

Das Denkmal suggeriere fälschlicherweise, Ungarn sei vor der deutschen Besatzung schuldlos gewesen, und ignoriere dabei die Tatsache, dass antijüdische Gesetze bereits lange vor 1944 erlassen worden seien, so Karácsony. Die Verfolgung jüdischer Bürger habe bereits Jahrzehnte zuvor begonnen, wobei sich der ungarische Staat aktiv an der Vernichtung seiner jüdischen Bevölkerung beteiligt habe, fügte er hinzu.

„Die Behauptung, der Holocaust sei ausschließlich ein deutsches Verbrechen gegen die Juden gewesen, ist eine Lüge, die aus dem nationalen Gedächtnis getilgt werden muss“, sagte er und betonte, dass der ungarische Staat und seine Bürger eine bedeutende Rolle im Holocaust gespielt hätten.

Die Statue habe zu Recht weitreichende Proteste ausgelöst, als sie vor zwölf Jahren errichtet wurde, sagte er. Nach zwölf Jahren und politischen Veränderungen müsse ihr Standort auf dem Szabadság-Platz neu überdacht werden, fügte er hinzu.

Er wies zudem darauf hin, dass das Denkmal das Projekt „Lebendiges Denkmal“ inspiriert habe, in dessen Rahmen ungarische Bürger ihre Familiengeschichten teilten, um der verzerrten Darstellung der Statue entgegenzuwirken. Karácsony warnte zudem davor, dass die Entfernung der Statue von der extremen Rechten ausgenutzt werden könnte, um eine Politik der Ressentiments zu schüren.

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