Trotz früherer Dementis der Regierung könnte ein neues Werk der Batterieindustrie in Debrecen entstehen

Eine Tochtergesellschaft von CATL beantragt die Genehmigung für eine neue Anlage zur Neuverpackung und NeuMontage von Batterien in Debrecen – Monate, nachdem Péter Szijjártó betont hatte, dass keine neuen Investitionen in die Batterieindustrie für die Stadt geplant seien.
CATL-Tochtergesellschaft steht hinter der geplanten Anlage in Debrecen
Laut dem lokalen Nachrichtenportal „Debreciner“ könnte in Debrecen eine neue Industrieanlage im Bereich Batterietechnik von GreenPower Energy Debrecen Kft., einer ungarischen Tochtergesellschaft des chinesischen Batterieriesen CATL, errichtet werden – dies geht aus Dokumenten hervor, die von der Bezirksverwaltung Hajdú-Bihar veröffentlicht wurden.
Ein Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren für das Projekt läuft bereits seit dem 23. Juni, obwohl die Öffentlichkeit erst durch eine am 31. August veröffentlichte Bekanntmachung über das Verfahren informiert wurde. Es wird zudem eine öffentliche Anhörung stattfinden, deren Termin und Einzelheiten zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.
Die geplante Anlage soll in einer 44.000 Quadratmeter großen Industriehalle untergebracht werden, die vom staatlichen Unternehmen Inpark in der südlichen Wirtschaftszone von Debrecen errichtet wurde. Inpark hatte im vergangenen Jahr mit dem Bau der Halle begonnen, sich jedoch zuvor geweigert, Angaben darüber zu machen, welche Art von industrieller Tätigkeit dort stattfinden würde.
Die Anlage wäre der jüngste Neuzugang in Debrecens rasch expandierender Batterieindustrie, zu der bereits das große Batterieproduktionsprojekt von CATL sowie ein separates Werk zur Montage von Batteriemodulen gehören.
Szijjártó hatte zuvor eine weitere Investition im Batteriebereich dementiert
Die Pläne sind besonders bemerkenswert, da sie offenbar im Widerspruch zu einer kategorischen Aussage stehen, die der damalige Außenminister Péter Szijjártó Anfang dieses Jahres abgegeben hatte. Auf einer Pressekonferenz in Berettyóújfalu am 17. Februar wies Szijjártó Behauptungen zurück, wonach eine weitere, zuvor nicht angekündigte Investition im Batteriebereich in Debrecen oder an einem anderen Ort im Komitat Hajdú-Bihar geplant sei.
Er hatte zudem die Einwohner von Debrecen beschuldigt, im Zusammenhang mit Berichten über weitere Entwicklungen in der Batterieindustrie in der Region falsche Informationen zu verbreiten.
Zu diesem Zeitpunkt war Inpark jedoch bereits mit dem Bau der neuen Industriehalle beschäftigt. Auf die Frage nach deren Verwendungszweck im Januar erklärte das staatliche Unternehmen lediglich, dass es moderne industrielle Infrastruktur für internationale Unternehmen bereitstellen und das Wirtschaftswachstum in der Region fördern werde. Es gab nicht öffentlich bekannt, dass das Gebäude für Aktivitäten im Zusammenhang mit Batterien genutzt werden könnte.
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Keine Zellproduktion, aber bis zu 85 Tonnen Sondermüll
Im Rahmen des geplanten Betriebs würden keine Batteriezellen hergestellt. Den Umweltunterlagen zufolge würde GreenPower Energy die Verpackung von Batteriezellen, Modulen und Akkupacks anpassen, Montagearbeiten auf Modul- und Akkupack-Ebene durchführen sowie Werkzeuge und Ausrüstung für die Produktionslinien herstellen und reparieren.
In den Unterlagen wird betont, dass der elektrochemische Betrieb der Batterien in der Anlage nicht verändert würde. Es würde keine Elektrodenherstellung, keine Handhabung von Elektrolyten und keine Produktion von Batteriezellen geben.
Dennoch würden in der Anlage erhebliche Abfallmengen anfallen.
Es wird erwartet, dass die Anlage jährlich etwa 2.000 bis 2.200 Tonnen nicht gefährlichen Abfalls produziert, der größtenteils aus Papier, Pappe, Kunststoff und Verpackungsmaterialien aus Holz sowie aus Metallabfällen und defekten oder aussortierten Batterien besteht.
Zudem wird davon ausgegangen, dass jährlich 80–85 Tonnen gefährlicher Abfall anfallen. Dazu zählen vor allem Klebstoffabfälle, mit gefährlichen Stoffen kontaminierte Verpackungen, kontaminierte Bauteile und sonstige technische Rückstände. Batterieabfälle würden von spezialisierten Entsorgungsunternehmen behandelt, bevor sie zur endgültigen Entsorgung weitergeleitet werden.
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Mehr als 100 Lkw pro Tag
In der Umweltverträglichkeitsprüfung wird zudem geschätzt, dass die Anlage zu einem erheblichen zusätzlichen Verkehrsaufkommen führen würde. Die Berechnungen berücksichtigen einen erwarteten täglichen Zuwachs von 124 Sattelzügen, 52 Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sowie 12 Bussen.
Zwar wäre der Anstieg im Vergleich zum bestehenden Verkehrsaufkommen auf Hauptverkehrsstraßen wie der Autobahn M35 und den Straßen 47 und 481 Berichten zufolge moderat, doch wären die Auswirkungen auf die Straßen, die direkt zum Industriegelände führen, erheblich größer.
Der Bewertung zufolge könnte sich der Schwerlastverkehr auf der Inpark-Zufahrtsstraße und der Hermann-Konseder-Straße in etwa verdoppeln. Das Projekt durchläuft nun das Umweltprüfungsverfahren, einschließlich einer öffentlichen Anhörung, bevor die Behörden die entsprechenden Entscheidungen treffen.

