Wie gut kennen die Menschen die Politiker der Theiss? Neue Umfrage zeigt begrenzten Bekanntheitsgrad

Eine neue repräsentative Umfrage deutet darauf hin, dass die meisten Politiker der Theiß-Partei außerhalb ihrer Kernwählerschaft relativ unbekannt bleiben. Nur eine Handvoll von ihnen erreicht einen mäßigen Bekanntheitsgrad.
Die Umfrage, die vom Forschungsinstitut Europion am 23. April 2026 durchgeführt wurde, untersuchte, wie gut die Befragten führende Politiker der Theiß-Partei anhand von Fotos und nicht anhand von Namen identifizieren konnten, um eine Übertreibung bei traditionellen Umfragen zu vermeiden.
Für die Studie wurde eine landesweit repräsentative Stichprobe von 1.200 Befragten im Alter von 16 Jahren und älter verwendet, wobei die Ergebnisse nach demografischen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Bildungsniveau, Siedlungstyp und Region gewichtet wurden. Zusätzliche Gewichtungsvariablen waren das erinnerte Wahlverhalten bei den letzten Parlamentswahlen und Indikatoren für digitale Kompetenz.
Fotobasierte Methodik soll genauere Erkennung ermöglichen
Im Gegensatz zu herkömmlichen Umfragen, bei denen die Befragten aufgefordert werden, Politiker zu benennen, hat Europion den Teilnehmern Fotos vorgelegt und sie gebeten, die Personen zu identifizieren. Den Forschern zufolge verringert dieser Ansatz den Einfluss von Vermutungen oder sozialer Erwünschtheit, die bei telefonischen Umfragen die Erkennungsraten in die Höhe treiben können.
Das Institut argumentiert, dass die visuelle Erkennung ein konservativeres, aber politisch relevanteres Maß für das öffentliche Bewusstsein darstellt.
Höchste Erkennungsraten immer noch unter der Hälfte der Befragten
Unter den führenden Persönlichkeiten, die mit der Theiß-Partei in Verbindung gebracht werden (ohne den Parteivorsitzenden Péter Magyar), verzeichnete István Kapitány den höchsten Wiedererkennungswert, der von 42% der Befragten richtig erkannt wurde.
Ihm folgte Márk Radnai mit 37%, während Anita Orbán und Zsolt Hegedűs von mehr als 30% der Befragten erkannt wurden.
Kriszta Bódis (24%), Bálint Ruff (23%) und Ágnes Forsthoffer (22%) wurden von etwa einem Viertel der Befragten erkannt, während András Kármán (15%) und Andrea Bujdosó (13%) der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt blieben.
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Deutliche Unterschiede in Bezug auf Bildung, Geographie und politische Zugehörigkeit
Die Umfrage zeigte erhebliche Unterschiede im Bekanntheitsgrad der verschiedenen sozialen Gruppen auf.
So wurde István Kapitány von 62% der Hochschulabsolventen richtig erkannt, aber nur von 28% der Befragten ohne Sekundarschulabschluss.
Auch die politische Zugehörigkeit erwies sich als ausschlaggebend: 63% der Theiß-Wähler erkannten Kapitány, während dieser Wert bei den Fidesz-Anhängern auf 23% sank. Laut Europion war dieses Muster bei allen untersuchten Politikern gleich, wobei die Bekanntheit innerhalb der eigenen Wählerschaft deutlich höher war.
Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern waren weniger ausgeprägt, obwohl Männer im Allgemeinen einen etwas höheren Bekanntheitsgrad aufwiesen als Frauen. Ausnahmen waren Márk Radnai, Kriszta Bódis und Andrea Bujdosó, bei denen die Unterschiede minimal oder gar nicht vorhanden waren.

Alter und Stadt-Land-Gefälle ebenfalls sichtbar
Ältere Altersgruppen wiesen insgesamt einen höheren Bekanntheitsgrad auf, obwohl einige jüngere Befragte in bestimmten Fällen hervorstachen.
Márk Radnai wurde von 56% der Befragten zwischen 16 und 29 Jahren richtig erkannt, der höchste Wert in dieser Kategorie. Jüngere Befragte waren auch mit Bálint Ruff und Kriszta Bódis relativ besser vertraut, was die Forscher auf ihre früheren Rollen in den Medien und in der Öffentlichkeit zurückführen könnten.
Geografisch gesehen wiesen Befragte in Budapest und größeren Städten durchweg höhere Bekanntheitsgrade auf als Befragte in ländlichen Gebieten, obwohl der Unterschied bei István Kapitány weniger ausgeprägt war als bei anderen Politikern.
Allmähliche Zunahme der Sichtbarkeit erwartet
Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass mit Ausnahme von Péter Magyar die meisten Theiß-Politiker vor allem innerhalb ihrer eigenen politischen Basis bekannt sind, während sich die breitere öffentliche Anerkennung noch in einer frühen Phase der Entwicklung befindet.
Europion merkt an, dass sich diese Bekanntheitslücke mit zunehmender politischer Rolle und nationaler Bekanntheit im Laufe der Zeit wahrscheinlich verringern wird.
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