Zelensky könnte bald Budapest besuchen: Die ungarisch-ukrainischen Beziehungen treten in eine neue Ära ein

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Laut dem ukrainischen Botschafter in Ungarn könnte Volodymyr Zelensky bald einen offiziellen Besuch in Budapest abstatten. Dies wäre ein wichtiger Meilenstein in den sich rasch verbessernden Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern.

Zelenskys Budapest-Besuch im Gespräch

Der ukrainische Botschafter in Budapest, Fegyir Sándor, bestätigte gegenüber ungarischen Medien, dass Verhandlungen über einen möglichen Besuch des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky in der ungarischen Hauptstadt in naher Zukunft geführt werden. Er betonte jedoch, dass noch kein konkretes Datum feststehe.

Die Berichte tauchten auf, nachdem das ungarische Nachrichtenportal Magyar Hang behauptet hatte, Zelensky könnte bald nach Budapest reisen. Auf Fragen der Zeitung erklärte der Botschafter, dass die Gespräche über einen zukünftigen Besuch noch andauern, lehnte es aber ab, weitere Einzelheiten zu nennen.

Beziehungen verbessern sich nach Jahren der Spannungen

Die Aussicht auf ein hochrangiges Treffen kommt inmitten eines dramatischen Tauwetters in den ungarisch-ukrainischen Beziehungen nach der Bildung der Regierung von Premierminister Péter Magyar.

Unter der vorherigen Regierung von Viktor Orbán hatten sich die Beziehungen zwischen Budapest und Kiew deutlich verschlechtert. Die Streitigkeiten konzentrierten sich auf die Behandlung der ungarischen Minderheit in Transkarpatien durch die Ukraine sowie auf Meinungsverschiedenheiten über den Krieg der Ukraine mit Russland und ihre Ambitionen, der Europäischen Union beizutreten.

Die neue ungarische Regierung hat deutlich gemacht, dass ihre Unterstützung für den EU-Beitrittsprozess der Ukraine von Garantien für die Rechte der in der Ukraine lebenden ungarischen Minderheit abhängt.

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Zelensky und Orbán. Foto: Facebook/Orbán Viktor

Durchbruch bei den Minderheitenrechten

Anfang dieser Woche gab Ministerpräsident Magyar bekannt, dass Ungarn und die Ukraine ein umfassendes Abkommen über die Ausweitung der sprachlichen, bildungspolitischen, kulturellen und politischen Rechte der rund 100.000 ungarischen Gemeinden in den Unterkarpaten erzielt haben.

Nach Angaben der ungarischen Regierung ist das Abkommen das Ergebnis mehrwöchiger, intensiver Verhandlungen zwischen ungarischen und ukrainischen Experten. An den Gesprächen nahmen auch Vertreter ungarischer Organisationen und Kirchen in den Unterkarpaten teil.

Magyar sagte, die Verpflichtungen der Ukraine würden in den offiziellen EU-Beitrittsaktionsplan des Landes aufgenommen. Wenn diese Verpflichtungen umgesetzt werden, würde Ungarn die Eröffnung des ersten Beitrittsverhandlungsclusters mit der Ukraine unterstützen.

Die Regierungssprecherin Vanda Szondi bestätigte später, dass Budapest Garantien für die Erfüllung der vereinbarten Maßnahmen zum Schutz der Minderheitenrechte verlangt habe. Die Ukraine hat Berichten zufolge einen Fahrplan vorgelegt, der die geplanten Gesetzesänderungen umreißt.

Während die sprachbezogenen Reformen bis Ende 2027 abgeschlossen sein könnten, könnten die Fortschritte in Bildungsfragen bereits in diesem Jahr erzielt werden. Es wird auch erwartet, dass eine offizielle Bewertung der Europäischen Union überprüft, ob die vereinbarten Bedingungen in das ukrainische Recht aufgenommen worden sind.

Treffen zwischen Magyar und Zelensky noch nicht abgeschlossen

Trotz der Spekulationen über ein mögliches Gipfeltreffen wurden nach Angaben ungarischer Regierungsvertreter noch keine konkreten Vorkehrungen für ein Treffen zwischen Magyar und Zelensky getroffen.

Der Premierminister hatte zuvor erklärt, dass er Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten begrüßen würde, sobald die ausstehenden bilateralen Streitigkeiten geklärt seien. Er hatte vorgeschlagen, dass ein solches Treffen in einer Stadt mit ungarischer Bevölkerungsmehrheit in den Unterkarpaten stattfinden könnte, z.B. in Berehove (Beregszász).

Im Moment ist noch unklar, ob ein zukünftiges Treffen zwischen den beiden Staatsoberhäuptern in Budapest, in Transkarpatien oder an beiden Orten stattfinden wird.

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