Ungarisches Reisebüro bricht zusammen, Hunderte von Kunden fordern Rückerstattung

Ein ungarisches Reisebüro ist faktisch zusammengebrochen, nachdem ihm die Betriebslizenz entzogen wurde, so dass möglicherweise Hunderte von Kunden im Ungewissen über Erstattungen und Entschädigungen sind. Die Zahl der betroffenen Reisenden könnte bereits 400 übersteigen.

Travel Teachers Kft. hat seine Kunden per E-Mail darüber informiert, dass das Budapester Regierungsamt dem Unternehmen die Lizenz als Reiseveranstalter mit Wirkung zum 30. April 2026 entzogen hat. Das bedeutet, dass das Reisebüro nach diesem Datum nicht mehr legal Reisen organisieren darf.

Der Geschäftsführer und Inhaber des Unternehmens erklärte, dass einer der Hauptgründe für die Krise der Verlust des professionellen Managers des Unternehmens ab dem 24. März 2026 war, eine zwingende Voraussetzung für die Tätigkeit als Reiseveranstalter in Ungarn. Trotz der Versuche, das Problem zu lösen, sagte das Unternehmen, dass es nicht in der Lage sei, die rechtlichen Bedingungen zu erfüllen, um den Betrieb fortzusetzen.

Gleichzeitig verzeichnete die Agentur Berichten zufolge ein erhebliches Umsatzwachstum, das eine Erhöhung der gesetzlich vorgeschriebenen finanziellen Sicherheitsleistung erforderlich machte, schreibt Utazómajom. Nach Angaben des Unternehmens stellten die Versicherer zusätzliche finanzielle Bedingungen, die es realistischerweise nicht mehr erfüllen konnte.

Flüge und Unterkunft bereits bezahlt

Travel Teachers behauptete, dass viele anstehende Reisen bereits im Voraus vorbereitet worden waren. In mehreren Fällen waren die Flugtickets bereits gekauft, die Unterkünfte gebucht und bezahlt und die Partnerunternehmen entschädigt worden, um sicherzustellen, dass die Reisen in der erwarteten Qualität stattfinden konnten.

Das Unternehmen argumentierte jedoch, dass negative Diskussionen und Panik, die sich in den sozialen Medien und auf Online-Plattformen schnell verbreiteten, einen schweren Vertrauensverlust bei den Kunden auslösten. Laut der Erklärung führte dies zu einer Welle von gleichzeitigen Rückerstattungsanträgen, die die Liquidität des Unternehmens außerordentlich belasteten.

Die Website des Reisebüros wird derzeit gewartet.

Entschädigungsverfahren ist unklar

Die Situation rund um die Entschädigung ist sehr ungewiss.

Travel Teachers erklärte, dass alle Unterlagen im Zusammenhang mit Reiseverträgen und Kundenzahlungen an die Behörden übergeben würden, die das Material dann an die Európai Utazási Biztosító Zrt. (EUB) WEITERLEITET.

Die EUB teilte jedoch auf ihrer Website mit, dass das Budapester Regierungsamt den Versicherer nicht ermächtigt habe, mit den Erstattungen zu beginnen. Daher erklärte der Versicherer, dass derzeit keine Entschädigungsverpflichtung bestehe und riet den Kunden, sich bei Ansprüchen direkt an das Reisebüro zu wenden.

In der Zwischenzeit bestätigte das Budapester Regierungsbüro den betroffenen Kunden, dass es bis zum 14. Mai um 13:32 Uhr keine offizielle Mitteilung des Geschäftsführers des Unternehmens über die Insolvenz oder die Unfähigkeit zur Rückzahlung an die Reisenden erhalten hatte.

Nach Angaben eines betroffenen Kunden erklärten die Behörden, dass sie derzeit keine Anhaltspunkte dafür haben, dass Travel Teachers nicht in der Lage ist, Vorschüsse und Teilnahmegebühren für Reisen zu erstatten, die rechtlich nicht mehr durchgeführt werden können. Folglich ist zum jetzigen Zeitpunkt weder die Entschädigungsfunktion des Versicherers noch eine direkte Intervention der Regierung offiziell ausgelöst worden.

Facebook-Gruppen für betroffene Reisende wachsen schnell

Frustrierte Kunden haben bereits begonnen, sich online zu organisieren. Eine für betroffene Reisende eingerichtete Facebook-Gruppe hat am 15. Mai um 16 Uhr 354 Mitglieder, eine andere private Gruppe hat 120 Teilnehmer.

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