Kraftstoffpreise in Ungarn fallen unter das geschützte Preisniveau, da die Regierung die Preisobergrenze aufhebt

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Die Kraftstoffpreise in Ungarn sind unter die von der Regierung festgelegte Schutzschwelle gefallen und ebnen damit den Weg für die geplante Aufhebung der Maßnahme, die eingeführt wurde, um die Verbraucher vor hohen Energiekosten zu schützen.
Laut der Website zur Überwachung der Kraftstoffpreise Holtankoljak.hu sank der durchschnittliche Marktpreis für 95-Oktan-Benzin am Freitag auf 592 HUF pro Liter, während Diesel auf 614 HUF pro Liter fiel.
Beide Werte liegen nun unter den derzeitigen Schutzpreisen von 595 HUF pro Liter für Benzin und 615 HUF pro Liter für Diesel.
Branchenanalysten hatten zuvor prognostiziert, dass die Kraftstoffpreise aufgrund der sich verbessernden Bedingungen auf dem internationalen Markt bald unter das geschützte Niveau fallen würden.
Weitere Preissenkungen werden für dieses Wochenende erwartet
Marktdaten zufolge dürfte sich der Abwärtstrend fortsetzen. Ab Samstag wird der Großhandelspreis für Benzin um weitere 7 HUF pro Liter sinken, während die Großhandelspreise für Diesel um 10 HUF pro Liter fallen werden. Sollten sich diese Senkungen vollständig an den Tankstellen niederschlagen, könnten Autofahrer bald Preise erleben, die deutlich unter der in den letzten Monaten geltenden Schutzschwelle liegen.
Regierung leitet Prozess zur Abschaffung der geschützten Kraftstoffpreise ein
Ministerpräsident Péter Magyar kündigte am Mittwoch an, dass die Regierung die Abschaffung des Systems der geschützten Kraftstoffpreise einleiten werde, und begründete dies damit, dass die Marktpreise voraussichtlich bereits um 10 bis 15 Forint unter das regulierte Niveau fallen würden. Die Regierung legte dem Parlament am Donnerstagabend offiziell den entsprechenden Gesetzentwurf vor.
Dem Vorschlag zufolge hat die Verbesserung der Bedingungen auf dem internationalen Energiemarkt die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe in die Kraftstoffpreisgestaltung verringert. Das Parlament könnte den Gesetzentwurf bereits nächste Woche im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens beraten und verabschieden.

Die Kraftstoffpreisobergrenze könnte wieder eingeführt werden, sollten sich die Marktbedingungen verschlechtern
Der Vorschlag sieht zwar die Abschaffung der derzeitigen Preisbindungen für Kraftstoffe vor, würde jedoch gleichzeitig einen Mechanismus schaffen, der es der Regierung ermöglicht, regulierte Kraftstoffpreise bei Bedarf in Zukunft wieder einzuführen. Gemäß dem Gesetzentwurf wäre der für die Handelspolitik zuständige Minister befugt, per Verordnung offizielle Preise für Benzin und Diesel festzulegen, sollten sich die Marktbedingungen drastisch ändern und staatliche Eingriffe zum Schutz der Verbraucher erforderlich werden, berichtete die HVG.
Der Vorschlag würde zudem die Durchsetzungsbefugnisse der ungarischen Steuerbehörde bewahren, die weiterhin die Einhaltung künftiger regulierter Preise überwachen würde. Unternehmen, die gegen solche Vorschriften verstoßen, könnten mit Geldstrafen zwischen 100.000 und 150 Millionen HUF belegt werden, während Wiederholungstäter gezwungen werden könnten, ihren Betrieb für bis zu sechs Monate einzustellen.
Falls Sie es verpasst haben: Ungarische Regierung hebt Obergrenze für Kraftstoffpreise schrittweise auf – Preise an einigen Tankstellen bereits unter der Obergrenze

