Eine arbeitsreiche Woche für das ungarische Außenministerium: EU-Gespräche, V4-Diplomatie, Treffen in Österreich und Gipfel in Brüssel

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Das ungarische Außenministerium hat eine Woche hinter sich gebracht, die Außenministerin Anita Orbán als arbeitsreich und produktiv bezeichnete. Die Treffen erstreckten sich von Luxemburg über Wien bis nach Brüssel und umfassten Themen, die von der EU-Erweiterung über regionale Zusammenarbeit bis hin zur Migration reichten.

In einer in den sozialen Medien veröffentlichten Zusammenfassung hob Orbán eine Reihe hochrangiger Treffen und Verhandlungen hervor, die im Laufe der Woche stattfanden, während Ungarn bestrebt ist, seine Rolle in der europäischen und regionalen Diplomatie zu stärken.

Erweiterung im Fokus in Luxemburg

Die Woche begann in Luxemburg, wo der Rat „Auswärtige Angelegenheiten“ die EU-Erweiterung in den Mittelpunkt der Beratungen stellte.

Es fanden Regierungskonferenzen über die Beitrittsperspektiven der Ukraine, Moldawiens und Montenegros statt. Laut Orbán unterstützt Ungarn weiterhin die europäische Integration des Westbalkans und betrachtet die Fortschritte Montenegros als Vorbild für die Region.

Am Rande des Treffens führte sie zudem Gespräche mit dem armenischen Außenminister Ararat Mirzoyan und nahm an Beratungen zu Bosnien und Herzegowina, dem Nahen Osten, internationalen gesundheitlichen Herausforderungen sowie dem Krieg Russlands gegen die Ukraine teil.

Orbán traf zudem ihre Amtskollegen aus der Visegrád-Gruppe (V4), wobei sich die Gespräche auf den bevorstehenden V4-Vorsitz Ungarns und die Vorbereitungen für einen Gipfel konzentrierten, der am 23. Juni in Ungarn stattfinden soll.

Bei ihrem Besuch in Wien stehen die Beziehungen zu Österreich und die regionale Zusammenarbeit im Mittelpunkt

Anschließend reiste die Außenministerin nach Wien, wo sie die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger traf.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Vorbereitungen für das Treffen der Außenminister der „Central Five“ (C5), das Ungarn im Laufe dieses Jahres ausrichten wird, sowie die Pläne für ein künftiges gemeinsames ungarisch-österreichisches Regierungstreffen.

Laut Orbán wurde besonderes Augenmerk auf praktische grenzüberschreitende Fragen gelegt, die Zehntausende von Pendlern betreffen, die zwischen Ungarn und Österreich zur Arbeit und für alltägliche Aktivitäten hin- und herreisen.

Während ihres Aufenthalts in Wien nahm sie zudem an der Jahreskonferenz des European Council on Foreign Relations (ECFR) teil und diskutierte gemeinsam mit hochrangigen europäischen Diplomaten über die strategische Autonomie, die Wettbewerbsfähigkeit und die globale Rolle Europas.

In ihrer Zusammenfassung des Besuchs stellte Orbán fest, dass ein einziger Tag in Wien drei Treffen auf Außenministerebene, eine bedeutende internationale Konferenz, zwei Medieninterviews sowie zahlreiche berufliche und gesellschaftliche Termine umfasste.

Gemeinsam mit Ministerpräsident Péter Magyar in Brüssel

Von Wien aus reiste Orbán direkt nach Brüssel, um sich der Delegation von Ministerpräsident Péter Magyar anzuschließen, der zum ersten Mal an einem Gipfeltreffen des Europäischen Rates teilnahm.

Die Delegation führte Gespräche mit Roberta Metsola sowie bilaterale Treffen mit Kyriakos Mitsotakis und Robert Fico.

Im Mittelpunkt des Gipfeltreffens des Europäischen Rates standen einige der drängendsten strategischen Themen der EU, darunter Migration, Wettbewerbsfähigkeit und die Ukraine.

Ungarn vermeldet Erfolg bei der Formulierung zur Ukraine

Laut Orbán betraf eines der wichtigsten Ergebnisse des Gipfels die Formulierung der Schlussfolgerungen des Rates zur Ukraine.

Sie erklärte, dass sich die Mitgliedstaaten nach mehrstündigen Verhandlungen auf einen Wortlaut geeinigt hätten, der keine Verweise auf eine Beschleunigung des EU-Beitrittsprozesses der Ukraine enthalte, was den von Ungarn unterbreiteten Vorschlägen entspreche.

Die Ministerin wies zudem darauf hin, dass es erstmals seit etwa achtzehn Monaten allen Mitgliedstaaten gelungen sei, eine gemeinsame Abschlusserklärung zu unterstützen.

„Zurück am Verhandlungstisch“

Im Rückblick auf die diplomatischen Aktivitäten der Woche erklärte Orbán, Ungarn sei wieder aktiv in die europäische Diplomatie eingebunden, baue den Dialog aus, stärke Partnerschaften und strebe nach, wie sie es nannte, konkreten Ergebnissen.

„Wir sind wieder auf der außenpolitischen Bühne präsent, ergreifen Initiativen, bauen den Dialog auf und erzielen greifbare Ergebnisse“, schrieb sie und fügte hinzu, dass es weiterhin Ungarns Ziel sei, die nationalen Interessen sowohl in Europa als auch in Mitteleuropa auf vorhersehbare und ergebnisorientierte Weise zu vertreten.

Falls Sie es verpasst haben: Die ungarische Außenministerin Anita Orbán warnt die Ukraine: Der EU-Beitritt wird gestoppt, sollte Kiew zu „Tricks“ greifen

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