Wilde Party hinterlässt mittelalterliche ungarische Burg beschädigt: Dutzende Kondome und erhebliche Zerstörungen entdeckt – Video

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Eine historische Burgruine in Südungarn hat erheblichen Schaden erlitten, nachdem Unbekannte angeblich einen Teil der mittelalterlichen Mauer abgebaut hatten, um während einer – wie Anwohner berichten – wilden Nachtparty eine Feuerstelle zu errichten.

Der Vorfall ereignete sich auf der Burg Máré, einem der bekanntesten historischen Wahrzeichen im Mecsek-Gebirge in der Nähe des Dorfes Magyaregregy im Komitat Baranya.

Aus der jahrhundertealten Burgmauer herausgerissene Steine

Berichten von ATV Híradó zufolge entfernte eine Gruppe, bei der es sich vermutlich um Jugendliche handelte, Steine aus der Burgmauer und errichtete daraus eine provisorische Feuerstelle. Die Täter sollen einen Abschnitt des historischen Bauwerks mit einer Fläche von etwa drei bis vier Quadratmetern abgetragen haben.

Steine, die nicht für die Feuerstelle benötigt wurden, sollen den Hang hinuntergeworfen worden sein, wodurch weitere Schäden an der denkmalgeschützten Stätte entstanden sind.

Die Zerstörung hat die Anwohner schockiert, die betonen, dass der Schaden weit über gewöhnlichen Vandalismus hinausgeht. Die entfernten Steine waren seit Jahrhunderten Teil der Burgmauern und gelten als Teil des ungarischen Kulturerbes.

Die Hinweise deuten auf eine große Feier hin

Einheimische, die am nächsten Morgen bei der Säuberung des Geländes halfen, entdeckten große Mengen an Müll, darunter leere Bierflaschen, Energy-Drink-Dosen und anderen Abfall, der auf dem Burggelände verstreut lag.

Am überraschendsten war wohl, dass Berichten zufolge Dutzende gebrauchter Kondome am Tatort gefunden wurden. Zeugenaussagen zufolge waren einige davon sogar in der Nähe der Eingänge zur Burgruine aufgehängt worden.

Die ungewöhnliche Kombination aus Müll, Alkoholbehältern und anderen Hinweisen veranlasste einige Anwohner zu der Vermutung, dass an diesem Ort eine große Party – von ungarischen Medien als „Orgie“ bezeichnet – stattgefunden haben könnte.

Mögliche schwerwiegende rechtliche Konsequenzen

Obwohl sich die Polizei bislang nicht öffentlich zu dem Fall geäußert hat, warnen Rechtsexperten, dass den Verantwortlichen schwere Strafen drohen könnten.

Ein von ATV befragter Rechtsanwalt erklärte, dass sowohl Diebstahl als auch Sachbeschädigung nachgewiesen werden könnten, da Steine aus einem geschützten historischen Denkmal entfernt wurden. In Fällen, die Kulturerbestätten betreffen, drohen den Tätern erhebliche Freiheitsstrafen.

Nach Angaben des Rechtsexperten könnten die schwerwiegendsten Anklagepunkte Strafen nach sich ziehen, die von mehreren Jahren bis zu sechs oder sieben Jahren Freiheitsentzug reichen.

Die Restaurierung könnte Millionen Forint kosten

Experten zufolge wird die Behebung der Schäden keine einfache Aufgabe sein. Ein örtlicher Archäologe erklärte, dass die Restaurierung eines mittelalterlichen Denkmals spezielle konservatorische Maßnahmen erfordert und nicht mit gewöhnlichen Maurerarbeiten zu vergleichen ist. Der Wiederaufbau des beschädigten Mauerabschnitts erfordert eine sorgfältige Restaurierung, um die historische Authentizität der Stätte zu bewahren.

Balázs Koch, der Verwalter der Burg, erklärte gegenüber ATV, dass die Kosten für die Reparaturen mehrere Millionen Forint erreichen könnten. Es bleibt unklar, wer letztendlich die finanzielle Last tragen wird, sobald die Untersuchung abgeschlossen ist.

Eine Mahnung hinsichtlich der Verletzlichkeit historischer Stätten

Das in den Wäldern des Mecsek-Gebirges gelegene Schloss Máré ist eine der beliebtesten historischen Sehenswürdigkeiten in Baranya und zieht das ganze Jahr über Besucher, Wanderer und Geschichtsinteressierte an. Die Behörden setzen ihre Ermittlungen fort; bislang wurden noch keine Verdächtigen identifiziert.

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