Wichtige Ankündigungen stehen bevor: Ministerpräsident Magyar beruft außerordentliche Kabinettssitzung ein und erklärt, die V4 werde wiederbelebt

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Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar hat für Montag eine außerordentliche Regierungssitzung angekündigt, an die sich eine Fraktionssitzung anschließen soll, und dabei auf bedeutende politische und institutionelle Veränderungen hingewiesen, die im Parlament bekannt gegeben werden sollen.
In einem kurzen, aber vielsagenden Facebook-Beitrag, der am Sonntag veröffentlicht wurde, schrieb der Ministerpräsident, dass auf eine außerordentliche Kabinettssitzung eine Fraktionssitzung folgen werde, nach der er Pläne zur Entfernung der von ihm als „Marionetten“ bezeichneten Personen, zur Einrichtung einer neuen Behörde zur Vermögensrückgewinnung sowie zu „etwas anderem“, das noch nicht bekannt gegeben wurde, vorstellen werde.
Verfassungsänderungen und Neubesetzungen von Ämtern stehen auf der Tagesordnung
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden Bemühungen der Regierung, mehrere hochrangige Amtsträger zu ersetzen, die während der vorherigen Amtszeit des ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán ernannt worden waren.
Magyar hat wiederholt argumentiert, dass eine Reihe wichtiger Amtsträger nach wie vor eng mit der ehemaligen Regierung verbunden seien und freiwillig zurücktreten sollten. Zu den zuvor genannten gehören der Präsident der Republik, Richter am Verfassungsgericht, der Generalstaatsanwalt sowie der Präsident der Curia, des ungarischen Obersten Gerichtshofs.
Besonders umstritten ist diese Frage im Fall von Tamás Sulyok. Magyar behauptete kürzlich, der angebliche „Verfassungsputschversuch“ des Präsidenten sei gescheitert und er solle sein Amt niederlegen.

Vorschlag zur Einrichtung einer Behörde zur Rückführung von Vermögenswerten soll vorgestellt werden
Der Ministerpräsident bestätigte zudem, dass die Einzelheiten zur geplanten Nationalen Behörde für Vermögensrückgewinnung und -schutz am Montag vorgestellt werden.
Erst einen Tag zuvor hatte Magyar angedeutet, dass der Vorschlag zunächst einer öffentlichen Konsultation unterzogen werde, bevor er offiziell vorgelegt werde. Die Ankündigung vom Sonntag deutete jedoch darauf hin, dass die Regierung nun bereit ist, das Konzept zusammen mit einem Paket von Verfassungsänderungen öffentlich vorzustellen.
Die geplante Behörde soll eine zentrale Rolle bei den Bemühungen der Regierung spielen, Vermögenswerte zu untersuchen und gegebenenfalls zurückzugewinnen, von denen angenommen wird, dass sie unter früheren Regierungen unrechtmäßig übertragen oder angehäuft wurden.

V4-Staats- und Regierungschefs treffen sich in Ungarn
Diese politischen Entwicklungen finden kurz vor einem wichtigen regionalen Gipfel statt. Am Dienstag empfängt Ungarn die Staats- und Regierungschefs der Visegrád-Gruppe (V4) im historischen Grassalkovich-Palast in Gödöllő.
Laut Magyar zielt das Treffen darauf ab, eine engere Zusammenarbeit zwischen den vier mitteleuropäischen Ländern wieder in Gang zu bringen und die regionale Zusammenarbeit zu stärken.
Der ungarische Ministerpräsident wird voraussichtlich Donald Tusk aus Polen, Robert Fico aus der Slowakei und Andrej Babiš aus der Tschechischen Republik empfangen.
Magyar veröffentlichte ein Werbevideo für das Treffen und erklärte: „Die V4 ist zurück“.


