Brutales Verbot in der EU: Ist der liebste Haushaltsgegenstand der Ungarn bedroht?

Einer der beliebtesten Haushaltsgegenstände, die Heißluftfritteuse, könnte ins Fadenkreuz einer EU-Verordnung geraten. Experten sagen, dass die Änderungen nicht von heute auf morgen erfolgen werden, aber langfristig könnten sie einen erheblichen Einfluss auf den Markt haben.
Was plant die EU?
In der Europäischen Union läuft derzeit ein groß angelegter Regulierungsprozess, der darauf abzielt, Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) einzuschränken. Das vorgeschlagene PFAS-Verbot könnte etwa 10.000 verschiedene Verbindungen betreffen, die in zahlreichen Branchen verwendet werden.
Der Vorschlag wurde von mehreren Ländern – darunter die Niederlande, Deutschland, Dänemark, Norwegen und Schweden – gemeinsam ausgearbeitet. Der Prozess wird von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) koordiniert. Die Konsultationen begannen im Jahr 2023 und die Vorbereitung einer endgültigen Entscheidung könnte noch mehrere Jahre dauern.
Warum sind PFAS in Heißluftfritteusen ein Problem?
Eine der wichtigsten Komponenten von Haushalts-Heißluftfritteusen – also Luftfritteusen – ist ihre Antihaftbeschichtung. In vielen Fällen können diese Beschichtungen PFAS-Verbindungen enthalten.
Experten zufolge liegt der Grund für das PFAS-Verbot darin, dass diese Stoffe extrem langsam abgebaut werden und sich sowohl in der Umwelt als auch im menschlichen Körper anreichern können. Einige Studien haben sie mit hormonellen Störungen, Auswirkungen auf das Immunsystem und bestimmten Arten von Krebs in Verbindung gebracht.
Wir haben bereits früher darüber geschrieben, welche giftigen Substanzen in Ungarn gefunden wurden und welche Folgen sie hatten – das können Sie hier nachlesen.
Welche Produkte könnten von der Verordnung betroffen sein?
Die vorgeschlagene Verordnung würde nicht nur Küchengeräte betreffen. PFAS-Substanzen finden sich auch in Mobiltelefonen, wasserdichten Jacken, Solarpanelen, medizinischen Geräten und Industrieprodukten.
Das Verbot könnte daher einen weitreichenden industriellen Wandel auslösen, da die Hersteller alternative Beschichtungen und Technologien finden müssen. In einigen Fällen ist diese Umstellung auf keramikbasierte oder andere PFAS-freie Lösungen bereits im Gange.
Wird es ein vollständiges Verbot in der EU geben?
Der aktuelle Vorschlag sieht kein sofortiges und vollständiges Verbot vor, sondern eher einen schrittweisen Übergang. Die Pläne deuten darauf hin, dass einzelnen Industrien eine Übergangsfrist von 1,5 bis 12 Jahren für die Anpassung eingeräumt werden könnte.
Die endgültige Form der Verordnung steht noch nicht fest, und es wird erwartet, dass die Europäische Kommission in den kommenden Jahren eine endgültige Entscheidung trifft.
Worauf Sie achten sollten
Nach Ansicht von Experten tun Verbraucher gut daran, nicht nur auf Leistung, Kapazität und Preis zu achten, sondern auch auf das für die Beschichtung verwendete Material. Eine wachsende Zahl von Herstellern bietet PFAS-freie Modelle an – zum Beispiel solche mit Keramikbeschichtung.
Angesichts der bevorstehenden Regulierung ist es besonders wichtig, eine informierte Wahl zu treffen, da diese Produkte in Zukunft wahrscheinlich zum Industriestandard werden.
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