Budapests öffentlicher Nachtverkehr wird bald überarbeitet, so dass die Großstadtgebiete einfacher und schneller zu erreichen sind

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Das nächtliche Verkehrsnetz von Budapest und der umliegenden Metropolregion wird ab dem 1. Juli überarbeitet. Dies verspricht häufigere und besser koordinierte Fahrten sowie direktere Verbindungen zwischen dem Stadtzentrum, den Außenbezirken und den Nachbarstädten, kündigte Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy am Montag an.

Überarbeitung des Nachtnetzes

Vitézy wies darauf hin, dass eine seiner größten Errungenschaften als Bürgeraktivist vor zwei Jahrzehnten die deutliche Ausweitung des Nachtbusnetzes gewesen sei. Später, als Leiter des Budapester Verkehrszentrums (BKK) nach 2010, war eine seiner ersten Entscheidungen die Einführung des inzwischen gut etablierten 24-Stunden-Straßenbahnbetriebs auf der Linie 6. Er vertrat jedoch die Ansicht, dass das System inzwischen überdacht werden müsse, da sich sowohl die Hauptstadt als auch ihr Vorstadtgürtel tiefgreifend verändert hätten, da die Bevölkerung in den Außenbezirken wachse und Hunderttausende in die Agglomeration zögen, schrieb die ungarische Nachrichtenagentur.

In seiner früheren Funktion als Vorsitzender eines Großstadtkomitees schlug er letztes Jahr vor, eine umfassende Überprüfung des Nachtnetzes einzuleiten. Der erste Schritt, der im letzten Sommer umgesetzt wurde, war die Ausweitung der Betriebszeiten der U-Bahn; die zweite Phase, die jetzt eingeleitet wurde, ist die Umgestaltung des Busnetzes.

Im vergangenen Jahr hat das Ministerium eng mit der BKK an dem neuen System gearbeitet, einschließlich mehrerer öffentlicher Konsultationsrunden. Die groben Umrisse sind inzwischen bekannt: ein transparenteres Nachtnetz, das in seiner Struktur näher am Tagesverkehr liegt, mit mehr Direktverbindungen und einer erweiterten Abdeckung in einigen Außenbezirken.

Budapest night-time bus service
Foto: depositphotos.com

Budapest und sein Ballungsraum in einem einzigen System

Vitézy hob auch die koordinierte Entwicklung des Nachtverkehrs in Budapest mit den “blauen” Volán-Regionalbussen hervor, die das gesamte Stadtgebiet bedienen, als einen wichtigen Erfolg. Dies sei zwar bescheiden, aber ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den Verkehr in Budapest und den umliegenden Siedlungen als ein einziges System zu behandeln – ein Ansatz, der für die Bewältigung der Herausforderungen durch die Zersiedelung der Vororte unerlässlich ist.

Es wird erwartet, dass die neuen Regelungen die Erreichbarkeit der Außenbezirke während der Nacht erleichtern und gleichzeitig mit dem erweiterten Fahrplan der U-Bahn in Einklang gebracht werden. Das Reisen vom Stadtzentrum, einschließlich des Deák-Ferenc-Platzes, in die Städte rund um die Hauptstadt wird deutlich einfacher werden.

Änderungen im Fahrplan der Nachtbusse

Der Ankündigung zufolge werden die Nachtbusse, die Budaörs, Törökbálint, Budakeszi und das Zsámbék-Gebiet bedienen, in Zukunft über den Kleinen Boulevard fahren. Die neuen Linien 922 und 988 fahren durch Budakeszi zum Széll Kálmán Platz, dann weiter über den Batthyány Platz, die Kettenbrücke und den Deák Ferenc Platz, bevor sie über den Kleinen Boulevard und die Freiheitsbrücke zum Móricz Zsigmond Kreis fahren und so wichtige Punkte der Innenstadt miteinander verbinden, bevor sie direkt durch Budaörs nach Törökbálint weiterfahren. Die Züge zu diesen Städten verkehren alle 30 Minuten in beide Richtungen.

Budapest has finally received its long-awaited new buses
Foto: Facebook/BKK

Es wird auch eine direkte Nachtverbindung zwischen dem Zentrum von Budapest und dem Stadtteil Gödöllő eingerichtet. Die Züge werden einheitlich vom Deák Ferenc Platz abfahren und über den Örs vezér Platz, Cinkota, Szilasliget und das Zentrum von Mogyoród fahren, bevor sie in Gödöllő verkehren.

Auch Szentendre und die umliegenden Siedlungen werden nachts besser erreichbar sein. Die erste 943er-Linie nach Mitternacht in Richtung Budakalász, Pomáz und Szentendre fährt direkt vom Deák Ferenc Platz ab, gefolgt von regelmäßigen stündlichen Verbindungen während der ganzen Nacht durch koordinierte Dienste, die vom Stadtzentrum kommen.

Pécel erhält eine schnellere und direktere Nachtverbindung, da die neue Linie 969 die ganze Nacht über stündlich vom Deák Ferenc Platz aus auf einer schnelleren Strecke verkehrt.

Gyál, Nagykovácsi, Szigetszentmiklós

Gyál wird ebenfalls leichter zu erreichen sein, da die Busse in der Határ út Anschluss an die Busse haben, die das Stadtzentrum bedienen. Alle Linien fahren nun die Bem József Straße an, wodurch eine einheitlichere und häufigere Abdeckung der Stadt gewährleistet wird.

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In Richtung Nagykovácsi und Solymár werden die Fahrten häufiger und besser auf die Abfahrten aus dem Stadtzentrum abgestimmt. Die Busse werden stündlich fahren und in Hűvösvölgy an die neuen Linien 905 und 905A anschließen. In Solymár werden die Nachtbusse auch auf die Züge abgestimmt, die am Bahnhof Nyugati ankommen, was den Zugang zu den Außenbezirken der Stadt verbessert.

Die Verbindungen nach Szigetszentmiklós werden ebenfalls verstärkt, mit stündlichen Verbindungen während der Nacht aus Richtung Stadtzentrum über Csepel. Die Linien, die bisher in Lakihegy endeten, verkehren nun in der ganzen Stadt.

Einzelheiten zu den Änderungen auf der Budapester Seite wird die BKK am Montag veröffentlichen. Das neue Streckennetz wird am 1. Juli in Betrieb genommen. Dies ist das Ergebnis einer koordinierten Arbeit zwischen der BKK und MÁV-Volán, sagte der Minister.

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