Höllische Hitzewelle: Westeuropas „Hitzekuppel“ wendet sich Ungarn zu – das ist zu erwarten

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Die Temperaturen brechen zwar bereits Rekorde, doch dies ist lediglich der Auftakt zu der extremen Hitze, die Ungarn und den gesamten mitteleuropäischen Raum in den nächsten Tagen erfassen wird. Ein „Hitzedom“ – dasselbe Phänomen, das Westeuropa bereits unter unerträgliche Bedingungen gebracht hat – zieht nun nach Osten.
Hitzekuppel wendet sich Mitteleuropa zu
Daten von HungaroMet zeigen, dass die Temperaturen in Mittel- und Osteuropa vorerst noch im erträglichen Bereich liegen, insbesondere im Vergleich zu der sengenden Hitze, die den Westen des Kontinents im Griff hat. In Paris, London und Madrid wurden historische Rekorde gebrochen, während die Zahl der hitzebedingten Todesfälle weiter steigt.

Ursache ist der sogenannte Hitzedom, ein Hochdruck-Antizyklon, der sich über einem bestimmten Gebiet festsetzt. Diese Hochdruckluftmasse verhindert, dass regenbringende Fronten in die Region vordringen, und blockiert den Zufluss kühlerer Luft. Unter einem weitgehend wolkenlosen Himmel erwärmt die Sonneneinstrahlung den Boden ungehindert, während die geringen Niederschläge die Verdunstungskühlung verringern. Diese sich gegenseitig verstärkenden Prozesse haben zu der anhaltenden Hitzewelle geführt, von der Westeuropa derzeit betroffen ist.
Die beunruhigende Entwicklung für Mitteleuropa besteht darin, dass solche Systeme nicht ortsfest sind. Der Hitzedom bewegt sich über den Kontinent hinweg – und sein Kurs ist nun auf das Karpatenbecken ausgerichtet. Nach den neuesten Simulationen wird erwartet, dass er bereits morgen eintrifft und über der Region verweilt.
HungaroMet prognostiziert, dass die Höchsttemperaturen bis zum Wochenende landesweit 35 °C überschreiten werden, wobei in immer größeren Gebieten Höchstwerte von bis zu 40 °C zu erwarten sind. Der Höhepunkt wird für Anfang nächster Woche erwartet, wenn die Temperaturen möglicherweise über 40 °C steigen werden.
Die Behörden mahnen zu erhöhter Vorsicht. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, die Vermeidung direkter Sonneneinstrahlung – insbesondere gegen Mittag und am frühen Nachmittag – sowie das Kühlen des Körpers sind unerlässlich. Besondere Aufmerksamkeit sollte älteren Menschen, Personen mit Vorerkrankungen, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie Kindern, Schwangeren und Haustieren gewidmet werden. In Großstädten kann der städtische Wärmeinseleffekt die Temperaturen noch weiter in die Höhe treiben.
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Als Reaktion auf die extremen Bedingungen hat Sozial- und Familienminister Vilmos Kátai-Németh die Hitzewarnung der höchsten Stufe – den sogenannten „roten Code“ – bis Dienstag um Mitternacht verlängert.
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