Mangel an Beweisen und Zeugenaussagen: Untersuchung der Behauptungen der ehemaligen Justizministerin Varga über ihren Ex-Mann Magyar eingestellt

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Die ungarischen Behörden haben eine Untersuchung der Aussagen der ehemaligen Justizministerin Judit Varga über ihren Ex-Mann Péter Magyar aus Mangel an Beweisen eingestellt.
Untersuchung wegen Interview-Behauptungen eingeleitet
Das Verfahren wurde nach einer Beschwerde der Privatperson István Tényi im März 2024 eingeleitet, die sich auf Äußerungen von Judit Varga in einem Fernsehinterview bezog, schreibt Index.
In der Sendung sprach Varga über ihre Ehe mit Péter Magyar, beschrieb sie als zutiefst gestört und machte mehrere schwerwiegende Anschuldigungen über ihre Beziehung.
Zu den Behauptungen gehörte ein Vorfall, bei dem sie sagte, Magyar habe sie angeblich in ein Zimmer eingesperrt, aus dem sie nur mit Hilfe ihrer Kinder entkommen konnte.

Die Behörden finden keine Beweise
In der Anzeige wurden mögliche Straftaten, darunter unrechtmäßiger Freiheitsentzug und Gefährdung eines Minderjährigen, behauptet.
Das National Bureau of Investigation wies die Beschwerde jedoch in beiden Punkten mit der Begründung zurück, dass es keine ausreichenden Daten gebe, um den Verdacht zu erhärten.
Der Fall wurde später zur weiteren Prüfung an die Staatsanwaltschaft Budapest weitergeleitet.
Laut der endgültigen Entscheidung konnten die Ermittler keine Beweise für die in der Beschwerde dargelegten Behauptungen finden, und während des Verfahrens wurden keine polizeilichen Maßnahmen ergriffen.
Keine Zeugenaussage während des Verfahrens
Die Behörden stellten auch fest, dass Varga während der Ermittlungen nicht ausgesagt hat.
Da keine weiteren Verfahrensschritte zur Klärung des Falles unternommen wurden und auf der Grundlage der verfügbaren Informationen kein Verbrechen zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte, wurde die Untersuchung formell eingestellt.
Politische und öffentliche Reaktionen
Das fragliche Interview erregte damals großes öffentliches Aufsehen. Kommentatoren wiesen darauf hin, dass es ungewöhnlich sei, solche persönlichen Anschuldigungen in einem Fernsehformat zu diskutieren.
Die Entscheidung, den Fall einzustellen, wird wahrscheinlich die politische Debatte über die Beziehung zwischen den beiden Persönlichkeiten und die allgemeinen Spannungen im öffentlichen Leben Ungarns weiter anheizen.
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