Neue Donaubrücke in Ungarn soll gebaut werden – doch Ungarn streicht Milliarden aus dem Projekt

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Die ungarische Regierung hat die Fortsetzung des lang erwarteten Projekts zur Mohács-Donau-Brücke genehmigt, doch ein umfangreicher Straßenausbau wurde gestrichen, nachdem eine Überprüfung ergeben hatte, dass dieser angesichts des prognostizierten Verkehrsaufkommens nicht gerechtfertigt war. Durch diese Entscheidung sollen bis zu 76 Milliarden HUF (ca. 210 Millionen Euro) eingespart werden, die stattdessen in die Sanierung des ungarischen Straßennetzes fließen werden.
Grünes Licht für das Brückenprojekt in Mohács
Die ungarische Regierung hat beschlossen, den Bau der neuen Donau-Brücke bei Mohács fortzusetzen, wie Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy nach der Kabinettssitzung am Mittwoch bekanntgab.
Laut Vitézy wird die Brücke selbst wie ursprünglich geplant errichtet. Das Projekt ist bereits so weit fortgeschritten, dass eine Stornierung oder eine grundlegende Neugestaltung des Bauwerks keine sinnvolle Option mehr darstellen würde. Bei einer Überprüfung der technischen Details des Projekts durch die Regierung wurden jedoch Elemente identifiziert, die als unnötig kostspielig und überdimensioniert angesehen wurden.
Eine der wesentlichen Änderungen betrifft die Straßenanbindung auf der Seite der Großen Ebene, wo ein etwa 20 Kilometer langer Abschnitt von der ursprünglich zweispurigen Ausführung auf eine vierspurige, zweispurige Straße erweitert worden war. Dieser zusätzliche Abschnitt wird nun gestrichen.
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Einsparungen in Höhe von 76 Milliarden HUF
Vitézy erklärte, der vierspurige Abschnitt sei Anfang dieses Jahres, kurz vor der Wahl, in das Projekt aufgenommen worden, wodurch sich die geplanten Kosten um mehr als 76 Milliarden HUF erhöht hätten. Entscheidend ist, dass mit dem Bau des erweiterten Abschnitts noch nicht begonnen wurde, sodass es relativ einfach wäre, ihn aus dem Projekt zu streichen.
Der Minister argumentierte, dass die vorliegenden Verkehrsprognosen selbst langfristig keine größere Straße rechtfertigten. Der Überprüfung zufolge wäre eine vierspurige Straße in diesem Gebiet selbst bis zum Jahr 2050 nicht erforderlich, selbst unter Berücksichtigung der erwarteten Auswirkungen der geplanten Verkehrsausbauvorhaben in Serbien und der Vojvodina.
Der Abschnitt wird daher in der ursprünglichen zweispurigen Ausführung mit je einer Fahrspur pro Fahrtrichtung beibehalten.
„Der Zug ist bereits abgefahren“, was die Änderung der Brücke selbst angeht, schrieb Vitézy in seinem Beitrag und argumentierte, dass das Bauwerk realistisch gesehen nicht mehr so umgestaltet werden könne, dass es entweder den Schienenverkehr aufnehmen oder die Brücke von vier auf zwei Fahrspuren reduziert werden könne.
Er bekräftigte zudem seine Kritik am ursprünglichen Entwurf des Projekts und erklärte, dass die vierspurige Brücke an sich durch die Verkehrsprognosen nicht gerechtfertigt sei und dass es angesichts der Kosten von rund 300 Milliarden HUF (827 Millionen Euro) sinnvoller gewesen wäre, eine Anbindung an die geplante Eisenbahnverbindung Pécs–Szeged zu integrieren.
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Mittel werden auf Ungarns Straßennetz umgeleitet
Die Regierung rechnet damit, dass durch die Projektüberprüfung etwa 74–76 Milliarden HUF an öffentlichen Mitteln eingespart werden. Vitézy betonte, dass diese Mittel nicht einfach aus dem Verkehrsbudget verschwinden würden. Stattdessen würden sie in die Sanierung des ungarischen Nationalstraßennetzes umgeleitet.
„In Ungarn warten Hunderte von Straßen auf eine vollständige Sanierung“, erklärte der Minister und argumentierte, dass die Investition dieser Mittel in marode Straßen, die täglich von Zehntausenden Menschen genutzt werden, einen größeren Nutzen bringe als der Bau zusätzlicher Fahrspuren, die durch Verkehrsprognosen nicht gerechtfertigt seien.
Vitézy erklärte, der Ansatz bestehe darin, Projekte fortzuführen, die technisch und wirtschaftlich gerechtfertigt seien, während man sich weigere, Dutzende Milliarden Forint für unnötige Erweiterungen auszugeben, nur weil diese von der Vorgängerregierung genehmigt worden seien.

