Orbán sendet Trump Botschaft nach Schießerei in Washington

Ein bewaffneter Mann hat am späten Samstag das jährliche White House Correspondents’ Dinner in Washington gestört. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich dabei um einen versuchten Anschlag auf Donald Trump handelte.
Nach Angaben von Telex eröffnete der Verdächtige während der Veranstaltung das Feuer und traf einen Secret Service-Beamten. Der Beamte überlebte dank einer kugelsicheren Weste, während Trump unverletzt blieb und zusammen mit anderen Teilnehmern schnell von Sicherheitskräften evakuiert wurde.
Der Verdächtige, ein 31-jähriger Mann aus Kalifornien, trug Berichten zufolge eine Handfeuerwaffe, ein Gewehr und mehrere Messer bei sich. Vorläufige Ermittlungen deuten darauf hin, dass er möglicherweise allein gehandelt hat.
Orbán reagiert: “Kein Platz für Gewalt”
Unter den internationalen Staatsoberhäuptern, die auf den Vorfall reagierten, war auch der scheidende ungarische Premierminister Viktor Orbán, der in den sozialen Medien seine Besorgnis und Solidarität zum Ausdruck brachte.
“Beunruhigt über die Nachricht von den versuchten Schüssen auf Präsident @realDonaldTrump bei einer Veranstaltung in Washington. Unsere Gedanken und Gebete sind bei ihm und Melania. Es gibt keinen Platz für Gewalt in der Politik!” schrieb Orbán.
Orbán und Trump haben in den letzten Jahren ein enges politisches Verhältnis gepflegt und sich im Wahlkampf oft gegenseitig unterstützt, auch wenn ihre Beziehungen nach Orbáns jüngster Niederlage nicht mehr so ausgeprägt waren.
Weltpolitiker verurteilen gemeinsam
Der Vorfall löste eine Welle internationaler Reaktionen aus. Führende Politiker in ganz Europa verurteilten den Anschlag scharf.
Der britische Premierminister Keir Starmer sagte, er sei “schockiert” über die Schießerei und erleichtert, dass es keine weiteren Verletzten gab. Er betonte, dass Angriffe auf demokratische Institutionen und die Pressefreiheit entschieden zurückgewiesen werden müssen.
Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni bekundete “volle Solidarität” mit Trump und betonte, dass politischer Hass den demokratischen Diskurs nicht vergiften dürfe.
Der französische Präsident Emmanuel Macron bezeichnete den Angriff als inakzeptabel und bekräftigte, dass Gewalt keinen Platz in der Demokratie habe. Ähnlich äußerten sich auch Ursula von der Leyen und António Costa, die beide den Vorfall verurteilten und begrüßten, dass die Teilnehmer in Sicherheit sind.
Erhöhte Sicherheit vor dem königlichen Besuch
Nach dem Vorfall wurden die Sicherheitsvorkehrungen für den bevorstehenden Besuch von König Charles III. und Königin Camilla in Washington verstärkt. Berichten zufolge arbeiten die britischen und US-amerikanischen Sicherheitsdienste eng zusammen, um einen sicheren Ablauf des Besuchs zu gewährleisten.
Ermittlungen laufen
Laut Index hat sich Trump später auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus zu dem Vorfall geäußert und bestätigt, dass er mit dem Bürgermeister von Washington gesprochen hat und dass die örtlichen Strafverfolgungsbehörden aktiv an den Ermittlungen beteiligt sind.
Videoaufnahmen, die in den sozialen Medien geteilt wurden, scheinen zu zeigen, wie Secret Service Agenten den Verdächtigen in dem Chaos konfrontieren.

