Péter Magyar entlässt den langjährigen Leiter des Zentrums für Terrorismusbekämpfung

Premierminister Péter Magyar hat General János Hajdu von seinem Posten als Generaldirektor des ungarischen Zentrums für Terrorismusbekämpfung (TEK) entlassen und damit eine weitere große Umstrukturierung nach dem Regierungswechsel vorgenommen.

Laut einer Erklärung, die am Dienstagabend auf Facebook veröffentlicht wurde, hat Magyar Hajdu mit Wirkung vom 27. Mai offiziell von seinen Aufgaben entbunden. Der Premierminister kündigte außerdem an, dass die Regierung bald Vorschläge für eine umfassendere Umstrukturierung des ungarischen Polizeisystems vorlegen werde.

Eines der ersten Aushängeschilder der Fidesz-Partei im Sicherheitsbereich

Das Zentrum für Terrorismusbekämpfung, weithin bekannt unter seiner ungarischen Abkürzung TEK, wurde kurz nach der Rückkehr von Viktor Orbán und der Fidesz an die Macht nach den Parlamentswahlen 2010 gegründet.

Hajdu, früher Orbáns persönlicher Leibwächter, wurde von Anfang an mit der Leitung der Organisation betraut.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich TEK zu einem der bekanntesten und umstrittensten Sicherheitsdienste des Landes, der mit einem beträchtlichen Staatsbudget arbeitet und den Personenschutz für mehrere Spitzenbeamte, darunter den Präsidenten der Republik, den Außenminister und den Generalstaatsanwalt, übernimmt.

Kritiker der vorherigen Regierung bezeichneten die Einheit oft als Orbáns “Privatarmee”, während Befürworter argumentierten, sie spiele eine entscheidende Rolle bei der nationalen Sicherheit und der Terrorismusbekämpfung.

Magyar hatte zuvor den Schutz der TEK abgelehnt

Magyar hatte bereits kurz nach seinem Amtsantritt seine Absicht signalisiert, sich von der Sicherheitsstruktur der Orbán-Ära zu distanzieren. Eine seiner ersten Maßnahmen als Premierminister war die Ankündigung, dass sein persönlicher Schutz ab dem 9. Mai nicht mehr von TEK gestellt werden würde.

Stattdessen wurde die Verantwortung für die Sicherheit des Premierministers an die ungarische Bereitschaftspolizei (Készenléti Rendőrség) übertragen.

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