Péter Magyar teilt mit, wann die Behörde zur Rückführung von Vermögenswerten nach der Verzögerung ihre Arbeit aufnehmen könnte

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Die ungarische Regierung hat die Einbringung des Gesetzentwurfs zur Einrichtung der neuen Behörde zur Rückführung von Vermögenswerten in das Parlament verschoben. Diese wichtige Einrichtung wurde von Ministerpräsident Péter Magyar zugesagt, um Korruption zu untersuchen und mutmaßlich veruntreute öffentliche Vermögenswerte, darunter möglicherweise unterschlagene EU-Mittel, zurückzuführen.
Vor der parlamentarischen Debatte wird eine öffentliche Konsultation stattfinden
In einem Gespräch mit RTL News kündigte Ministerpräsident Péter Magyar an, dass die Regierung den Gesetzentwurf zur Einrichtung der Vermögensrückgewinnungsbehörde nicht wie ursprünglich geplant in der kommenden Woche dem Parlament vorlegen werde. Stattdessen werde der Entwurf zunächst für einen Zeitraum der öffentlichen Konsultation freigegeben.
Laut Magyar wurde diese Entscheidung durch die große Zahl von Stellungnahmen und Vorschlägen ausgelöst, die von Bürgern zu dem geplanten Gesetz eingegangen sind.
„Ursprünglich war geplant, das Gesetz zur Einrichtung der Vermögensrückgewinnungsbehörde dem Parlament vorzulegen, doch wir haben zahlreiche Stellungnahmen von Bürgern erhalten. Sie haben zu Recht vorgeschlagen, eine kurze öffentliche Konsultation durchzuführen, damit weitere Vorschläge berücksichtigt werden können“, erklärte der Ministerpräsident.
Die Regierung beabsichtigt, den Gesetzentwurf nächste Woche zur Konsultation zu veröffentlichen. Sobald der Konsultationsprozess abgeschlossen ist, wird der Gesetzentwurf dem Parlament zur Verabschiedung vorgelegt.
Péter Magyar geht davon aus, dass die Behörde im September ihre Arbeit aufnehmen könnte
Trotz der Verzögerung zeigte sich Ministerpräsident Péter Magyar zuversichtlich, dass die neue Behörde bereits im September ihre Arbeit aufnehmen könnte.
„Es ist geplant, die öffentliche Anhörung nächste Woche zu starten, und sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, wird der Gesetzentwurf dem Parlament vorgelegt. Ich hoffe sehr, dass die Behörde selbst im September eingerichtet werden kann“, erklärte er.
Der Zeitplan lässt darauf schließen, dass die Regierung relativ zügig vorgehen will, dabei aber dennoch der Öffentlichkeit die Möglichkeit einräumt, sich zu einer ihrer ehrgeizigsten Initiativen zur Korruptionsbekämpfung zu äußern.

Untersuchung von zwei Jahrzehnten mutmaßlicher Missbräuche
Die geplante Behörde zur Rückführung von Vermögenswerten war eines der wichtigsten Wahlversprechen, die Péter Magyar kurz nach seinem Amtsantritt hervorgehoben hatte. Nach früheren Aussagen des Ministerpräsidenten wird die Hauptaufgabe der Behörde darin bestehen, Missbräuche im Zusammenhang mit öffentlichen Vermögenswerten der letzten zwanzig Jahre aufzudecken.
Die Behörde soll mutmaßliche Korruptionsfälle untersuchen, angebliche Versuche der unrechtmäßigen Übertragung oder Verschleierung öffentlichen Vermögens prüfen und rechtliche Unterstützung bei der Rückführung von Vermögenswerten leisten, die möglicherweise auf illegale Weise erworben wurden.
Regierungsvertreter haben angedeutet, dass sich die Behörde sowohl auf inländische öffentliche Mittel als auch auf Fälle konzentrieren wird, in denen Mittel der Europäischen Union möglicherweise missbräuchlich verwendet oder zweckentfremdet wurden.
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Ein zentraler Bestandteil der Antikorruptionsagenda der Regierung
Die Einrichtung der Behörde zur Vermögensrückgewinnung ist bereits seit langem Teil des umfassenden Engagements der neuen Regierung zur Stärkung von Transparenz und Rechenschaftspflicht in der öffentlichen Verwaltung.
Befürworter argumentieren, dass die Behörde eine wichtige Rolle bei der Wiederherstellung des öffentlichen Vertrauens und der Sicherstellung spielen könnte, dass öffentliche Gelder für die vorgesehenen Zwecke verwendet werden. Kritiker dürften jedoch sowohl den rechtlichen Rahmen als auch die künftigen Ermittlungen der Behörde genau unter die Lupe nehmen, um politische Neutralität und die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit zu gewährleisten.
Vorerst besteht die unmittelbare Priorität der Regierung darin, den Gesetzentwurf im Rahmen einer öffentlichen Konsultation fertigzustellen. Sollte das Parlament den Gesetzentwurf noch in diesem Jahr verabschieden, könnte das Amt für Vermögensrückgewinnung zu einer der bedeutendsten neuen Institutionen werden, die unter der Regierung von Péter Magyar eingerichtet wurden.

