Ärger um Schnellbahn: Serbien wirft Ungarn Verzögerungen bei Strecke Belgrad–Budapest vor

Ungarns Verzögerungen bei der Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Belgrad-Budapest frustrieren Serbien. Trotz des Versprechens der Regierung Orbán, den Personenverkehr im Februar aufzunehmen, ist nichts geschehen, und niemand weiß, wann die Passagiere auf der wiederaufgebauten Strecke reisen können.
Laut 24.hu ist Serbien schon seit einiger Zeit bereit und würde seinen Passagieren erlauben, nach Budapest zu reisen. Die Ausbildung der Lokomotivführer hat bereits vor Monaten begonnen, so dass sich auch die ungarischen Betreiber an die chinesischen Lokomotiven vom Typ Falcon gewöhnen.
Am 24. Februar wurde der Güterverkehr auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Belgrad-Budapest aufgenommen. Das Kabinett Orbán hat diese Entwicklung im Wahlkampf als eine der wichtigsten Errungenschaften hervorgehoben. Derzeit fahren die Züge auf der Strecke zwischen den beiden Hauptstädten mit 100 km/h, aber niemand weiß, wann die Passagiere die erneuerte Bahn nutzen können.

Die Ungarische Staatsbahn führt derzeit Sicherheitsprüfungen am ETCS-System durch, nachdem ein Fehler entdeckt wurde, der die Sicherheit des öffentlichen Verkehrs bei 160 km/h – der Höchstgeschwindigkeit für Personenzüge auf der Strecke – gefährden könnte. Die serbische Verkehrsministerin Aleksandra Sofronijević sprach darüber mit dem serbischen Staatsrundfunk.
Interessanterweise können Fahrgäste zwischen Belgrad und Subotica, einer Stadt mit teilweise ungarischer Bevölkerung in Serbiens nördlicher Region Vojvodina, bereits mit 200 km/h fahren. In Ungarn wird die Höchstgeschwindigkeit nur 160 km/h betragen, aber die notwendigen Genehmigungen müssen noch erteilt werden.

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