Warum gibt es wieder detaillierte Verspätungsstatistiken der ungarischen Eisenbahn? Verkehrsminister Vitézy erklärt

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Die Fahrgäste können nun wieder detaillierte monatliche Daten zu Zugverspätungen einsehen, nachdem die ungarische Regierung eine umstrittene Änderung der Berichterstattung rückgängig gemacht hat, die unter dem ehemaligen Verkehrsminister János Lázár eingeführt worden war.
Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy gab am Dienstag bekannt, dass die MÁV die Veröffentlichung ausführlicher monatlicher Pünktlichkeitsstatistiken wieder aufgenommen hat und damit ein Maß an Transparenz wiederherstellt, das Ende 2024 verloren gegangen war.
Vitézy: „Die Geheimhaltung der Lázár-Ära ist vorbei“
In einem Facebook-Beitrag erklärte Vitézy, der Bahnbetreiber habe Ende 2024 auf Anweisung seines Vorgängers János Lázár die Art und Weise der Berichterstattung über Verspätungen geändert (wahrscheinlich, weil es 2024 bei der ungarischen Eisenbahn zu Verspätungen im Umfang von sieben Jahren gekommen war?). Dem Minister zufolge stellte die MÁV, anstatt die seit vielen Jahren verfügbaren detaillierten Daten zu veröffentlichen, auf einen einzigen aggregierten Datensatz pro Monat um, wodurch es für Fahrgäste und Journalisten schwieriger wurde, die tatsächliche Leistung der Bahn zu beurteilen.
„Die Absicht war klar, genau wie bei der Abschaltung des Vonatinfó-Dienstes: Wenn Fahrgäste und Journalisten nichts von den Problemen wissen, besteht auch kein Grund, sie zu lösen“, schrieb Vitézy. Er argumentierte, dass diese Strategie gescheitert sei, da Pendler die Verspätungen jeden Tag am eigenen Leib erleben.
Mehr Transparenz, auch wenn die Züge weiterhin Verspätung haben
Vitézy betonte, dass die Wiedereinführung detaillierter Statistiken nicht sofort dazu führen würde, dass die Züge pünktlich fahren. „Die Züge werden nicht über Nacht pünktlicher, und angesichts des Erbes, das wir übernommen haben, könnten sich die Zahlen sogar noch verschlechtern“, räumte er ein.
Er erklärte jedoch, die Regierung wolle Probleme offen angehen, anstatt sie zu verschleiern.
„Als Minister bin ich der Ansicht, dass Ehrlichkeit anstelle von Geheimhaltung und Arroganz erforderlich ist, insbesondere angesichts des schwierigen Zustands, in dem sich das ungarische Verkehrssystem nach Jahren des Niedergangs befindet“, schrieb er.
„Vonatinfó“ und weitere Verkehrsdaten wurden ebenfalls wiederhergestellt
Der Minister erklärte, dieser Schritt sei Teil einer Transparenzinitiative. Er wies darauf hin, dass die Regierung bereits den öffentlichen Zugang zum Eisenbahninformationssystem EMIG wiederhergestellt und „Vonatinfó“, den beliebten Echtzeit-Zugverfolgungsdienst, der zuvor eingestellt worden war, wieder in Betrieb genommen habe. Vitézy räumte zwar ein, dass das neue Statistikportal noch verbesserungsfähig sei, erklärte jedoch, es biete bereits wesentlich mehr Informationen als die vorherige Version.
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Der Fokus liegt auf der Lösung, nicht auf der Verschleierung von Eisenbahnproblemen
Laut Vitézy geht es nicht darum, die Leistung der Bahn optisch zu verbessern, sondern die Voraussetzungen für echte Verbesserungen zu schaffen. Er erklärte, die Fahrgäste hätten ein ehrliches Bild vom Zustand des ungarischen öffentlichen Nahverkehrssystems verdient, und argumentierte, dass das Erkennen des Ausmaßes der Herausforderungen der erste Schritt zu deren Bewältigung sei. Die detaillierten monatlichen Verspätungsstatistiken sind nun wieder über das offizielle Berichtssystem der MÁV verfügbar.
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