Was ist passiert? Die ikonische amerikanische Marke Claire’s schließt endgültig in Ungarn

Die Liquidation von Claire’s wurde durch den Bericht der ungarischen Tochtergesellschaft bestätigt, nachdem die Muttergesellschaft bereits im August 2025 Konkurs angemeldet hatte. Der Prozess erfasste schnell auch Ungarn, wo noch im selben Monat ein Liquidationsverfahren eingeleitet wurde.
Alle Filialen wurden dauerhaft geschlossen
Die Schließung von Claire’s in Ungarn ist nun abgeschlossen: alle inländischen Filialen wurden geschlossen und die Verkaufsflächen von neuen Mietern übernommen. Das mit der Liquidation beauftragte Unternehmen hat außerdem bestätigt, dass die Claire’s-Filialen ihren Betrieb endgültig eingestellt haben.
Der Prozess geschah nicht über Nacht. Obwohl es zunächst so aussah, als würden sich die internationalen Schwierigkeiten nicht direkt auf Ungarn auswirken, wurde schließlich das gesamte Netzwerk geschlossen, einschließlich der Filialen in Einkaufszentren im ganzen Land. Wir haben bereits darüber berichtet, wo das neueste Einkaufszentrum in der Nähe von Budapest eröffnet wird, hier.
Das Ergebnis wurde bereits 2025 beschlossen
Ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten waren der Grund für die Entscheidung. Das Liquidationsverfahren gegen die ungarische Tochtergesellschaft wurde im August 2025 eingeleitet, nachdem die Muttergesellschaft Konkurs angemeldet hatte.
Die Schließung von Claire’s in Ungarn ist besonders bemerkenswert, weil das Unternehmen keine Immobilien besaß, sondern alle Filialen in gemieteten Räumlichkeiten betrieben wurden.
Das verbleibende Inventar wird derzeit über öffentliche Ausschreibungen und Auktionen veräußert.
Ein globaler Zusammenbruch
Die Schließung von Claire’s ist Teil einer größeren internationalen Krise. Die Marke hat weltweit einen erheblichen Rückgang erlebt: In Großbritannien und Irland schließen 154 Geschäfte, in den Vereinigten Staaten mehr als 1.300 Filialen.
Eine der größten Herausforderungen für das Unternehmen war seine Verschuldung, da es seine beträchtlichen Verbindlichkeiten, einschließlich eines Kredits in Höhe von 500 Millionen Dollar, nicht mehr bewältigen konnte, was auch direkt zur Schließung von Claire’s in Ungarn beitrug.
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Online-Giganten verdrängen den Favoriten unter den Einkaufszentren
Laut HVG war einer der Hauptgründe für den Einbruch das veränderte Verbraucherverhalten. Das rasante Wachstum des Online-Shoppings und die extrem kostengünstigen Plattformen haben zu einem intensiven Wettbewerb geführt.
Anbieter wie Temu und Shein unterboten die traditionellen Einzelhändler erheblich und machten die Schließung von Claire’s fast unvermeidlich.
Es ist besonders bemerkenswert, dass die Marke vor kurzem noch solide Ergebnisse erzielt hatte: 2023 erwirtschaftete sie fast 1,6 Milliarden Forint an Umsatz und Gewinn.
Das Ende einer Ära für Teenager
Die 1961 gegründete Marke war lange Zeit ein prägendes Element der Einkaufszentrumskultur gewesen. Mit ihrem Schmuck, den farbenfrohen Accessoires und dem Ohrlochstecherservice sind Generationen mit ihr aufgewachsen.
Claire’s kam 2010 auf den ungarischen Markt und wurde schnell populär – umso überraschender ist die Schließung der Kette.
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