Die wachsende Nachfrage auf dem ungarischen Immobilienmarkt kommt aus überraschenden Quellen

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Der ungarische Markt für Wohnimmobilien hat nach den jüngsten Wahlen eine unerwartete Verschiebung der ausländischen Nachfrage erlebt.
Immobilienmarkt verzeichnet plötzlich eine große Nachfrage aus dem Ausland
Während die internationalen Anfragen insgesamt im Einklang mit früheren Trends zurückgingen, stieg das Interesse aus zwei wohlhabenden Nationen – den Vereinigten Staaten und der Schweiz – sprunghaft an, was auf ein neues Vertrauen in bestimmte Segmente des Marktes hindeutet.
Nach Angaben von ingatlan.com verzeichnet die Plattform in der Regel wöchentlich zwischen 3.000 und 4.000 telefonische Anfragen aus dem Ausland zu zum Verkauf stehenden Immobilien. In der Woche nach den Wahlen gab es jedoch bemerkenswerte Veränderungen in Bezug auf den Ursprung dieses Interesses.
Starkes Wachstum aus den Hotspots in Übersee
Die Schweiz stach mit einem besonders starken Wachstum hervor. Wie Portfolio berichtet, stiegen die Anfragen von Schweizer Immobilienkäufern im Vergleich zum Vormonat um mehr als 25%, was einem Anstieg von über 43% im Jahresvergleich entspricht. Auch das Interesse aus den Vereinigten Staaten stieg um 37% im Vergleich zur Vorwoche, während die jährliche Nachfrage auf das Eineinhalbfache des früheren Niveaus anstieg.
Andere Länder, darunter Spanien und Israel, verzeichneten ebenfalls monatliche Zuwächse, während kleinere Märkte wie Griechenland, Zypern und Finnland nach den Wahlen einen spürbaren Aufschwung verzeichneten.
Trotz dieser Verschiebungen kommen die meisten Anfragen nach wie vor aus Österreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich, auf die zusammen fast die Hälfte des gesamten ausländischen Interesses entfällt. Insbesondere das Vereinigte Königreich verzeichnete einen monatlichen Anstieg von 17%, obwohl die Nachfrage weiterhin leicht unter dem Niveau des letzten Jahres liegt.
Budapest bleibt der Hauptfokus
Geografisch gesehen dominiert Budapest das ausländische Interesse am Immobilienmarkt. Rund 30% aller Anfragen zielten auf Immobilien in der Hauptstadt ab, insbesondere in den Bezirken II, VI und XIII. Weitere gefragte Gebiete sind die Bezirke III und XI.
Neben Budapest haben auch große regionale Städte wie Debrecen, Győr, Szeged und Pécs sowie Grenzstädte und Universitätsstädte die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Dies deutet darauf hin, dass ausländische Käufer nicht nur die Hauptstadt ins Visier nehmen, sondern auch wirtschaftlich aktive und bildungsorientierte Regionen in Betracht ziehen.
Überraschende Bezirke gewinnen auf dem Budapester Immobilienmarkt an Boden, da die Preise erneut steigen
Immobilien der mittleren Preisklasse sind gefragt
Interessanterweise konzentrieren sich die meisten ausländischen Käufer nicht auf Luxusimmobilien. Die beliebteste Preisspanne liegt zwischen 41 Millionen HUF und 80 Millionen (etwa 100.000-200.000 EUR). Amerikanische Käufer konzentrieren sich besonders auf dieses Segment, während sich das Interesse der Schweizer auf eine etwas breitere Spanne bis zu 120 Millionen HUF erstreckt.
Insgesamt beziehen sich fast drei Viertel aller ausländischen Anfragen auf Immobilien mit einem Preis von unter 80 Millionen HUF, was auf eine klare Präferenz für Objekte im mittleren Marktsegment hinweist.
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Ein gemischtes Bild mit potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen
Experten weisen darauf hin, dass es nach wie vor schwierig ist, zwischen ausländischen Investoren und im Ausland lebenden Ungarn zu unterscheiden, die eine Rückkehr in ihre Heimat in Betracht ziehen könnten. Die letztere Gruppe könnte eine Schlüsselrolle bei der Behebung des Arbeitskräftemangels spielen und das Wirtschaftswachstum Ungarns unterstützen, wenn sie sich für eine Umsiedlung entscheidet.
Obwohl die Gesamtnachfrage aus dem Ausland im Jahresvergleich immer noch rückläufig ist, deutet der Anstieg nach den Wahlen in den wichtigsten Märkten darauf hin, dass der ungarische Immobiliensektor weiterhin attraktiv ist – insbesondere für preisbewusste internationale Käufer.
Das abgebildete Bild ist eine Illustration. Quelle: depositphotos.com

