Brussels moves fast: High-level EU delegation heads to Budapest for Tisza talks

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Eine hochrangige Delegation der Europäischen Union wird am Donnerstag in Budapest eintreffen, um mit Vertretern der neuen ungarischen Regierung unter der Führung von Tisza zu verhandeln. Dies könnte die wichtigste Finanzverhandlung des Landes nach den Wahlen werden.

Der Besuch, über den zuerst Válasz Online berichtete und der später von der Sprecherin der Europäischen Kommission, Paula Pinho , gegenüber Politico bestätigt wurde, deutet darauf hin, dass Brüssel nach dem überwältigenden Wahlsieg von Theiss keine Zeit verschwendet, um formelle Kontakte mit dem Team von Péter Magyar aufzunehmen.

Den Berichten zufolge werden der Delegation dieselben hochrangigen Beamten angehören, die zuvor jahrelang erfolglos mit dem scheidenden EU-Minister János Bóka über die eingefrorenen EU-Gelder Ungarns verhandelt haben. Die Kommissare selbst werden in diesem frühen Stadium noch nicht erwartet, aber die Ankunft des Arbeitsteams deutet darauf hin, dass die hochtechnischen Gespräche bereits begonnen haben.

Wettlauf gegen die Zeit um 10,4 Mrd. EUR Rückzahlungsgelder

Die Dringlichkeit wird durch eine harte Frist bestimmt: Ungarn muss bis Ende August alle ausstehenden Bedingungen im Zusammenhang mit der EU-Fazilität für Konjunkturbelebung und Krisenbewältigung (RRF) erfüllen, um Zugang zu den verbleibenden 10,4 Mrd. EUR zu erhalten, die im Rahmen des Post-Pandemie-Fonds zur Verfügung stehen.

Wenn die Frist verpasst wird, riskiert Budapest nicht nur den Verlust des Großteils der Mittel, sondern möglicherweise sogar einen Vorfinanzierungsvorschuss in Höhe von 1 Mrd. EUR, der mit dem Programm verbunden ist.

Über die RRF hinaus würde ein Fortschritt bei diesen Bedingungen auch mehr als 7 Mrd. EUR an eingefrorenen Kohäsionsmitteln in den kommenden Jahren freisetzen und damit die Haushaltslage Ungarns nach Jahren des schleppenden Wachstums und des Investitionsrückgangs drastisch verbessern. Reuters hat bereits festgestellt, dass die Märkte positiv auf die Aussicht reagiert haben, dass Theiß die EU-Bindungen und die rechtsstaatlichen Standards wiederherstellt.

Péter Magyar Tisza von der Leyen Orban Hungary
Ursula von der Leyen und Péter Magyar. Foto: Facebook/Péter Magyar

Theiß sagt, Experten hätten sich 18 Monate lang vorbereitet

Ein entscheidender Grund für den frühen Optimismus ist, dass Tisza Berichten zufolge nicht bei Null angefangen hat.

Nach Angaben von Válasz Online hat eine Expertengruppe aus Anwälten, Diplomaten und Finanzexperten hinter den Kulissen etwa anderthalb Jahre lang mit der Partei an einem Fahrplan zur Freigabe der ausgesetzten Mittel gearbeitet.

Das Team soll bereits die noch ausstehenden “Super-Meilensteine” im Zusammenhang mit der Unabhängigkeit der Justiz, der Korruptionsbekämpfung, der Transparenz bei der Auftragsvergabe und der Reform der Universitätsverwaltung festgelegt haben.

Diese Vorarbeit könnte sich als entscheidend erweisen, da die Regierung Orbán zwar viele der EU-Bedingungen im Jahr 2022 formell akzeptiert hat, aber nur eine Handvoll der geforderten Reformen vollständig umgesetzt hat. Mehrere Maßnahmen wurden entweder nur teilweise umgesetzt oder nie offiziell der Kommission zur Bewertung vorgelegt.

Von der Leyen und Magyar stimmen bei Prioritäten überein

Nachdem die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und Péter Magyar am Dienstag zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen miteinander telefoniert hatten, kam Bewegung in die Sache.

Nach dem Gespräch betonten beide Seiten, dass die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit, der Wiederaufbau der Institutionen und die Freigabe der eingefrorenen Gelder nun oberste Priorität haben. Magyar sagte, dass die Milliarden, die “rechtmäßig dem ungarischen Volk gehören”, wegen der Korruption der Regierung Orbán blockiert worden seien und dass die Rückführung des Geldes eine Kernaufgabe der nächsten Regierung sein werde.

Das Tempo des Delegationsbesuchs am Donnerstag deutet stark darauf hin, dass Brüssel einen realistischen Weg zu einem Durchbruch sieht, vorausgesetzt, die neue Regierung kann sich schnell um Gesetze und institutionelle Garantien kümmern.

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Kann Ungarn noch zwei Drittel des eingefrorenen Pakets retten?

Die optimistischsten Expertenschätzungen, die von Válasz Online zitiert werden, deuten darauf hin, dass etwa zwei Drittel des RRF-Finanzrahmens (etwa 6,5 Milliarden Euro) noch in diesem Jahr gesichert werden könnten, wenn Budapest und Brüssel Flexibilität zeigen.

Ein Teil der Strategie besteht Berichten zufolge darin, bereits finanzierte inländische Investitionsprojekte unter dem RRF-Label neu zu klassifizieren und gleichzeitig länger laufende Kohäsionsprogramme zu nutzen, um Projekte aufzufangen, die auf spätere Jahre warten können.

Eine weitere Option, die diskutiert wird, ist der Einsatz von Finanzinstrumenten, wie z.B. staatlich unterstützte Entwicklungsgesellschaften, um technisch verzögerte Infrastrukturausgaben zu beschleunigen.

Diese Lösungen würden eine ungewöhnlich schnelle administrative Koordination erfordern, aber sie könnten Ungarn die letzte realistische Chance bieten, zu verhindern, dass Milliardenbeträge dauerhaft verloren gehen.

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