Budapest hebt die Energiebeschränkungen auf, da ab dem 1. September wieder der normale Betrieb einkehrt

Budapest wird ab dem 1. September wieder zum normalen Betrieb zurückkehren, nachdem die Energieversorgung der Hauptstadt wiederhergestellt wurde. Auch die dekorative Beleuchtung, die Springbrunnen und der Wasserfall auf dem Gellért-Hügel werden nach wochenlangen Energie- und Wassersparmaßnahmen wieder in Betrieb genommen.
Die Einschränkungen in Budapest werden aufgehoben
Die städtischen Versorgungsunternehmen Budapests werden ab dem 1. September wieder zu ihren üblichen Betriebszeiten zurückkehren, wie Bürgermeister Gergely Karácsony am Sonntag bekanntgab. Die vorübergehenden Einschränkungen waren während einer Phase extremer Sommerhitze, schwerer Dürre und einer Belastung des nationalen Energiesystems eingeführt worden.
Laut Karácsony können die Maßnahmen nun schrittweise aufgehoben werden, nachdem die Energieversorgung wiederhergestellt wurde. Der Bürgermeister erklärte, die Hauptstadt habe sich an die außergewöhnlichen Umstände angepasst und dabei versucht, den Betrieb der öffentlichen Dienste mit möglichst geringen Beeinträchtigungen aufrechtzuerhalten.
Zu den eingeführten Maßnahmen gehörten eine Reduzierung des Energieverbrauchs im öffentlichen Nahverkehr und bei den städtischen Unternehmen, eine sparsamere Bewässerung der Budapester Bäume sowie eine Senkung des gesamten Wasserverbrauchs. Auch die dekorative Beleuchtung der Stadt wurde vorübergehend abgeschaltet, ebenso wie die Springbrunnen und der Wasserfall auf dem Gellértberg.
Ab September werden diese Maßnahmen auslaufen, und Budapest wird wieder nach den üblichen Regelungen funktionieren.
Auch der öffentliche Nahverkehr senkte den Energieverbrauch
Die Maßnahmen führten im August in der gesamten Hauptstadt zu erheblichen Energieeinsparungen. Nach Angaben des Bürgermeisteramtes beschleunigten und bremsten die Fahrzeuge von BKK und BKV weniger stark, wodurch im Straßenbahnnetz mehr als 661 MWh Strom und im U-Bahn-Netz über 355 MWh eingespart wurden.
Die BKK senkte zudem den Energieverbrauch der Rolltreppen in den U-Bahn-Stationen und reduzierte den Stromverbrauch in ihrem Bürogebäude um rund 20 Prozent. Die Stadt erklärte, diese Maßnahmen zeigten, dass Budapest gemeinsam und verantwortungsbewusst auf die zunehmend extremen Auswirkungen des Klimawandels reagieren könne.
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Fast 20 MWh durch das Ausschalten der Straßenbeleuchtung eingespart
Das Budapester Versorgungsunternehmen BKM sparte fast 20 MWh Strom ein, indem es die dekorative Beleuchtung der Hauptstadt vorübergehend abschaltete. Der Spitzenstrombedarf wurde zudem um fast 4 MW gesenkt, während die Gesamtenergieeinsparungen des Unternehmens 120 MWh überstiegen.
Die Stadt verglich diese Zahl mit etwa einer halben Stunde Vollbetrieb eines Blocks des Kernkraftwerks Paks. Unterdessen sparte Főkert durch die vorübergehende Abschaltung der städtischen Springbrunnen rund 25.000 Kubikmeter Wasser ein. BKM setzt zudem die Installation von Solarstromanlagen fort; die installierte Erzeugungskapazität soll bis Ende des Jahres 1 MW erreichen.
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Der Wasserfall und die Springbrunnen auf dem Gellért-Hügel sind wieder in Betrieb
Für die Einwohner und Besucher Budapests wird eine der auffälligsten Veränderungen die Rückkehr der dekorativen Elemente der Stadt sein. Der Wasserfall und die Springbrunnen auf dem Gellért-Hügel, die im Rahmen der Notfallmaßnahmen zur Wassereinsparung abgeschaltet worden waren, werden voraussichtlich wieder in Betrieb genommen.
Karácsony erklärte, dass die unmittelbaren Sparmaßnahmen zwar auslaufen, die während der Krise gewonnenen Erkenntnisse jedoch bestehen bleiben sollten. Er betonte, dass die Hauptstadt weiterhin auf ein nachhaltigeres, energieunabhängiges und widerstandsfähiges Budapest hinarbeiten werde, und dankte den Einwohnern für ihre Geduld und Zusammenarbeit.
Die Stadt berät sich zudem mit MOHU Budapest, dem Betreiber der Abfallverwertungsanlage der Hauptstadt, über eine vorübergehende Reduzierung der Wärmeaufnahme in kritischen Phasen. Dies könnte es ermöglichen, zusätzlichen Strom in das nationale Stromnetz einzuspeisen, wenn das System unter besonderem Druck steht.

