Budapest Pride 2026: Für Samstag wurden umfangreiche Straßensperrungen und Änderungen im öffentlichen Nahverkehr angekündigt

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Autofahrer und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs in Budapest sollten sich am Samstag auf erhebliche Beeinträchtigungen einstellen, da der jährliche Budapest-Pride-Umzug im Stadtzentrum stattfindet. Die Polizei gibt an, bestens vorbereitet zu sein, um einen sicheren Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten, während das Budapester Verkehrsamt (BKK) Einzelheiten zu den zu erwartenden Verkehrsbeschränkungen veröffentlicht hat.

Wichtige Verkehrsader ab dem späten Vormittag betroffen

Nach Angaben des BKK beginnen die Verkehrsbeschränkungen am Samstag um 11:30 Uhr und betreffen mehrere der verkehrsreichsten Straßen Budapests. Der Umzug wird folgende Route nehmen:

  • Andrássy-Allee
  • Bajcsy-Zsilinszky-Straße
  • Deák-Ferenc-Platz
  • Károly-Boulevard
  • Astoria
  • Kossuth-Lajos-Straße
  • Szabad-Sajtó-Straße
  • Elisabeth-Brücke
  • Döbrentei-Platz
  • Attila-Straße
  • Mikó-Straße
  • Vérmező-Straße

Autofahrern wird empfohlen, den ganzen Tag über mit Verzögerungen zu rechnen.

Vorübergehende Sperrungen den ganzen Nachmittag über

Zusätzlich zur Hauptstrecke wird die Polizei zwischen 16:30 Uhr und 19:30 Uhr auf dem Abschnitt zwischen dem Kodály-Körönd und dem Kossuth-Platz zeitweise Straßensperrungen verhängen, die die Andrássy-Allee, die Bajcsy-Zsilinszky-Straße und die Alkotmány-Straße betreffen.

Diese Sperrungen werden voraussichtlich jeweils zwischen 15 und 30 Minuten dauern.

Mehrere Bus- und Straßenbahnlinien der BKK werden während der Demonstration auf geänderten Strecken verkehren; Fahrgäste werden gebeten, sich vor Antritt der Fahrt über aktuelle Informationen zu informieren.

Die Polizei gibt an, bestens vorbereitet zu sein

Der Budapester Polizeichef Norbert Tamás Baricska erklärte am Freitag vor der Budapester Stadtverordnetenversammlung, dass die Polizei mit „höchster Einsatzbereitschaft“ auf die Veranstaltung am Samstag vorbereitet sei.

Er erklärte, die Beamten hätten alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um einen reibungslosen und sicheren Ablauf des Pride-Umzugs zu gewährleisten. Polizeikräfte werden nicht nur entlang der Umzugsroute, sondern auch an anderen Veranstaltungsorten in der Hauptstadt im Einsatz sein.

Baricska betonte zudem, dass polizeiliche Entscheidungen auch weiterhin auf fachlichen Erwägungen und den geltenden Rechtsvorschriften beruhen würden.

Budapest Pride ban
Illustration. Foto: depositphotos.com

Die Pride folgt auf die rechtlichen Kontroversen des vergangenen Jahres

Die diesjährige Budapest Pride wurde Ende Mai gemäß dem ungarischen Versammlungsgesetz offiziell bei der Polizei angemeldet.

Die Veranstaltung findet nach einer turbulenten Phase für die Pride in Ungarn statt. Im März 2025 verabschiedete das Parlament unter der ehemaligen Orbán-Regierung ein Gesetz, das die Pride und ähnliche Veranstaltungen verbot. Trotz des Verbots fand die letztjährige Budapest Pride statt und wurde zur größten in der Geschichte der Veranstaltung.

Im Anschluss an den Marsch von 2025 wurde gemäß diesem Gesetz ein Strafverfahren gegen den Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony eingeleitet. Das Gericht setzte das Verfahren jedoch später aus.

Ministerpräsident Péter Magyar erklärte kürzlich, die derzeitige Rechtslage sei eindeutig und niemand habe die Absicht, die Versammlung zu verhindern. Er fügte hinzu, sollte eine rechtliche Klärung erforderlich werden, sei die Regierung bereit, das Gesetz anzupassen.

Verkehrsinformationen in Echtzeit verfügbar

Laut BKK können Reisende über die Plattform „BKK Info“ Änderungen im Fahrplan in Echtzeit verfolgen, während Autofahrer den ganzen Tag über den Dienst „BKK Info Road“ nutzen können, um sich über Straßensperrungen zu informieren.

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